| 22.22 Uhr

Bayer Leverkusen
Eigentor rettet Werkself vor Pleite in Verl

Trainingsauftakt mit Volland
Trainingsauftakt mit Volland FOTO: dpa, mb nic
Verl. 1:1 nach 90 Minuten, den Ausgleich nur dank eines Eigentores geschafft – die Werkself tat sich beim Testspielauftakt gegen den Regionalligisten SC Verl am Freitagabend sichtlich schwer. Von Jim Decker

Trainer Roger Schmidt, der an seine alte Wirkungsstätte als Spieler zurückkehrte, gab sich trotzdem milde: "Wir haben noch fünf Wochen Vorbereitung vor uns. Das hat man gesehen." Allzu große Bedeutung darf dem Testspiel also nicht beigemessen werden. "Es hätten mehr Tore fallen können", gab Schmidt zu und fügte an: "Auf beiden Seiten."

Einzig Olympia-Fahrer Julian Brandt dribbelte in der ersten Halbzeit mehrfach sehenswert. 20-Millionen-Neuzugang Kevin Volland versuchte im zweiten Teil etwas Kreativität ins Leverkusener Angriffsspiel zu bringen – doch verständlicherweise fehlten nach nur vier Trainingstagen die Konzentration und Eingespieltheit. Ganz im Gegenteil zu Schmidts Ex-Klub Verl, der einige unkonzentrierte Momente der durchgewürfelten Bayer-Defensive ausnutzte und mehrfach gefährlich vor Rückkehrer Lomb auftauchten und schließlich sogar kurz vor Schluss durch Sinisa Veselinovic in Führung ging. Dennoch beurteilte Schmidt den Test als "sehr positiv. Vor allem, weil wir viele junge Spieler auf dem Platz hatten." 

Schon im vergangenen Jahr hatte Nachwuchs-Verteidiger Joel Abu Hanna die Vorbereitung mit den Profis absolviert – in der Hinsicht also schon fast der erfahrenste der Jungspieler wie Mittelfeldjuwel Atakan Akkaynak oder Neueinkauf Sam Schreck im Vorbereitungskader. "Das ist, worauf man hinarbeitet – ein Riesentraum", sagte der 18- Jährige. Die Rolle links hinten in der Viererabwehrkette sei aber nichts ungewöhnliches für ihn gewesen: "Ich habe bei den Profis regelmäßig links gespielt – von daher war das nichts besonderes. Es ist nicht schlecht, dass ich mehrere Positionen spielen kann." Eine neue Option für den linken Teil der Abwehr? Abu Hanna widerspricht: "Wendell ist natürlich ein Top-Mann. Aber es ist natürlich eine Chance, denn die linke Verteidigerposition ist relativ dünn besetzt in Deutschland, aber auch generell in Europa. Das ist sicherlich eine Position, von der man leichter den Sprung schaffen kann. In der Innenverteidigung sind das alles Ochsen..."

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