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Bayer Leverkusen
Erste Belastungsprobe

Leverkusen. Erst Bundesliga gegen den HSV, dann Champions League gegen Moskau: Mit zwei erfolgreichen Heimspielen könnte Bayer 04 die Niederlage in Mönchengladbach ausbügeln und mit Rückenwind in die Englischen Wochen starten. Von Stefanie B.-Sandmeier

Es klingt nicht nur nach viel Programm. Bayer 04 stehen tatsächlich ereignisreiche Wochen bevor. Bis zur nächsten Länderspielpause stehen sieben Spiele in drei Wochen an. Für das verbleibende Kalenderjahr sind es insgesamt 23. Wohl dem, der dafür einen breiten und gut besetzten Kader zur Verfügung hat, in dem sich die Belastung auf möglichst viele Schultern verteilen lässt.

Roger Schmidt ist jedenfalls keinesfalls bange, wenn er an die bevorstehenden Wochen denkt. "Champions League zu spielen ist das, was hier alle in Leverkusen wollen", entgegnet der Trainer, der in den vergangenen Tagen trotz der Ausfall-Nachrichten von Lars Bender, Chicharito, Kevin Volland und jüngst Vladlen Yurchenko stets Vorfreude signalisierte. Nach der 1:2-Niederlage in Mönchengladbach und der anschließenden Länderspielpause geht's an diesem Wochenende gefühlt erst so richtig los.

Der Spielplan hat es gut gemeint mit den Leverkusenern, die sich mit zwei erfolgreichen Heimspielen (gegen den Hamburger SV in der Liga und in der Champions League gegen ZSKA Moskau) zum Auftakt in die Englischen Wochen den nötigen Rückenwind holen können - und auch wollen. "Die Niederlage gegen Gladbach hat uns natürlich nicht gefallen, aber die Mannschaft gehört wie wir auch zum Kreis derer, die näher an Bayern München und Borussia Dortmund heranrücken wollen", sagt Kapitän Lars Bender, der nach überstandenen Sprunggelenkproblemen wieder trainiert.

"Umso wichtiger ist es, dass wir jetzt unser Heimspiel gewinnen und mit einem Sieg in die kommende Serie starten." Gleiches gelte für den Auftakt in die Königsklasse. "Mit Erfolgen arbeitet und spielt es sich leichter."

Wie wichtig Erfolgserlebnisse vor eigenem Publikum nicht nur für die Stimmung sind, zeigt die Statistik der vergangenen Spielzeit. Von den 17 Bundesligapartien in der BayArena gewann die Werkself zehn. Allein die Hälfte der Siege feierte Bayer 04 im Saisonendspurt. Letztlich trug diese ungeschlagene Serie ab dem 26. Spieltag entscheidend dazu bei, dass die Leverkusener überhaupt ein weiteres Mal in der Königsklasse vertreten sind.

Nun gilt es für das Heimdebüt das passende Personal auszuwählen. Die jeweiligen Hand-Verletzungen des fest eingeplanten Sturm-Duos Kevin Volland und Chicharito zwingen Roger Schmidt zum Umdenken. Der Ex-Hoffenheimer fällt ziemlich sicher aus. Ob auch für den Mexikaner Ersatz benötigt wird, der mit einer Manschette bereits wieder mit der Mannschaft als neutraler Mitspieler trainierte, klärt sich noch. Denkbar, dass Schmidt kein Risiko eingeht und mit Chicharito eher für das Champions-League-Spiel am Mittwoch gegen Moskau plant.

Unabhängig davon bleiben dem Coach neben Julian Brandt oder Karim Bellarabi namhafte Profis als Alternativen. Hakan Calhanoglu ist eine von ihnen. Der Türke, der gegen Kroatien das Tor zum 1:1-Endstand erzielte, kehrte mit reichlich Selbstvertrauen von seiner Länderspielreise zurück. Noch spektakulärer war der Kunstschuss von Admir Mehmedi zum 2:0 der Schweiz über Europameister Portugal.

Fallen beide Stürmer aus, ist der 25-Jährige ein Kandidat für die Startelf. Ob auf der Außenbahn oder zentral: Mehmedi will seine Chance nutzen. Sport Seite

Quelle: RP
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