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Bayer Leverkusen
Schmidt: "Haben gegen die beste Mannschaft der Welt gespielt"

Douglas Costa macht den Okocha-Trick
Douglas Costa macht den Okocha-Trick FOTO: Screenshot Sky
München. Thomas Müller nahm den geschlagenen Gegner fast ein wenig in Schutz. "Wenn man wie Bayer Leverkusen unter der Woche alle Kraft in diese Champions-League-Qualifikation steckt, dann ist es nicht so leicht, drei Tage später schon wieder eine Top-Leistung abzurufen", sagte der Bayern-Stürmer nach dem 3:0 (1:0)-Erfolg der Münchner gegen die Werkself.

Dank Jubilar Müller hat der Rekordmeister zumindest bis Sonntagabend wieder die Tabellenführung in der Bundesliga übernommen. Die Bayern gewannen dieses intensive Spitzenspiel gegen Bayer Leverkusen souverän und feierten den dritten Sieg im dritten Spiel. Für Leverkusen, das in München in den letzten 26 Spielen nur einmal gewonnen hat, war es dagegen drei Tage nach der erfolgreichen Qualifikation für die Königsklasse der erste Rückschlag in der Liga.

Am Ende war die Niederlage auch in der Höhe verdient. "Uns haben ein bisschen die Körner gefehlt, wir hatten absolut keine Chance. Das muss man akzeptieren, wir müssen es abhaken", sagte Weltmeister Christoph Kramer. Auch Trainer Roger Schmidt erkannte an, dass Bayern an diesem Tag nicht zu besiegen war. "Ausschlaggebend war, dass wir gegen die beste Mannschaft der Welt gespielt haben", sagte der Coach der Leverkusener, der mit seinem Team dennoch auf einen erfolgreichen August zurückblickt. Mit zwei Siegen in der Liga, dem Weiterkommen im Pokal und den erfolgreichen Play-offs kann Bayer 04 trotz der Niederlage mit einem guten Gefühl in die Länderspielpause gehen.

Einzelkritik: Note 6 für Pechvogel Hilbert FOTO: afp, agz

"An einem guten Tag kann man die Bayern ganz sicher ärgern. Nur war heute leider kein guter Tag", sagte Sportdirektor Rudi Völler, der konstatierte: "Die Jungs haben am Mittwoch eine grandiose Leistung abgerufen. Dass es dann heute etwas an der Frische fehlt, ist nachvollziehbar. Nach dem 2:0 wurde es für uns ganz schwer."

Thomas Müller brachte die Bayern in der 26. Minute nach Pass des bärenstarken Douglas Costa in Führung. Costa hatte Pech, als er unmittelbar nach dem 1:0 nur die Latte traf. Auch das 2:0 durch Foulelfmeter in der 60. Minute ging auf das Konto des deutschen Nationalspielers. In seinem 200. Bundesligaspiel waren es die Tore Nummer 75 und 76 für den Offensivspieler, der in dieser Saison schon fünf Mal getroffen hat. Den umstrittenen Strafstoß hatte der phasenweise überforderte Roberto Hilbert gegen den Ex-Leverkusener Arturo Vidal verursacht.

Bayern - Bayer FOTO: dpa, kne kno

Die Bayern fanden vor 75.000 Zuschauern in der Allianz Arena zunächst gegen die aggressiv und weit vorne attackierenden Gäste kaum Lücken. Der Spielfluss kam durch nicklige Attacken immer wieder ins Stocken. Trainer Pep Guardiola musste in der Innenverteidigung nach den Ausfällen von Jerome Boateng (gesperrt), Medhi Benatia (verletzt), Javi Martinez und Holger Badstuber (beide Reha) improvisieren. Xabi Alonso und David Alaba rückten ins Abwehrzentrum.

Die Werkself tat sich schwer, Chancen zu kreieren. Beste Chance in der ersten Hälfte war ein Freistoß von Hakan Calhanoglu, der ans Aluminium krachte (37.). Nach dem Wechsel scheiterte Stefan Kießling erst an Manuel Neuer, danach rettete Alaba kurz vor der Linie. Bayern hatte nun mehr Platz bei Kontern. Es fehlte aber zunächst die nötige Konsequenz oder wie bei Robert Lewandowski (54.), der von Bernd Leno angeschossen wurde, das nötige Glück – bis die beiden Elfmeter die Partie entschieden. Das 3:0 erzielte Arjen Robben per Handelfmeter (71.), erneut hatte Hilbert den Strafstoß verursacht.

(sand)
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