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Bayer Leverkusen
Gegen Rom muss das Ergebnis stimmen

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Leverkusen. Die beiden anstehenden Partien gegen den AS Rom sind für Bayer 04 richtungsweisend. Hinter dem scheinbar übermächtigen FC Barcelona werden die Werkself und die Italiener wohl den zweiten Platz unter sich ausmachen. Von Simon Janssen

Tin Jedvaj wird heute Abend viele Hände schütteln. Schließlich ist es nur gut ein Jahr her, dass er das Trikot jenes Teams trug, gegen das Bayer 04 in der heutigen Champions-League-Partie (20.45 Uhr/Live-Ticker) dringend punkten muss. Nach einem Jahr beim AS Rom lieh die Werkself den Defensiv-Allrounder zunächst aus - nur sechs Monate später hatte man genug vom 19-Jährigen gesehen und verpflichtete ihn fest. Viel Zeit, um mit den Ex-Kollegen zu scherzen, bleibt dem Kroaten, der am Samstag beim HSV sein Comeback nach langwieriger Oberschenkelverletzung feierte, jedoch nicht. Dafür ist die Partie gegen den AS Rom zu wichtig.

Sowohl heute Abend als auch im Rückspiel am 4. November kann Bayer 04 die Weichen fürs Achtelfinale stellen. "Dieser Doppelspieltag wird eine Tendenz geben, wer gute Chancen auf das Weiterkommen hat", sagte Roger Schmidt, der eine schwierige Partie erwartet: "Rom hat schnelle Spieler und ist sehr konterstark."

Bayer 04 – aktuell mit vier Punkten hinter dem FC Barcelona auf Platz zwei in der Gruppe E – tut gut daran, sich vom Tabellenrang der Römer nicht blenden zu lassen. Das Team von Rudi Garcia bildet zwar mit nur einem Punkt das Schlusslicht, dennoch sind die Italiener immer in der Lage, Torgefahr zu entwickeln. Das bewiesen Offensivkünstler wie Gervinho, Mohamed Salah oder Edin Dzeko - der heute aufgrund einer Bänderverletzung wohl nicht zur Verfügung steht - in den vergangenen Wochen mehrfach. Vor allem in der Meisterschaft waren sie erfolgreich: Die Roma hat nur noch einen Punkt Rückstand auf die Spitze, am vergangenen Wochenende gewann sie 3:1 gegen Empoli.

Mit einem Sieg im Rücken wäre die Werkself heute auch gerne angetreten. Das enttäuschende 0:0 beim Hamburger SV bewies aber einmal mehr, dass die Chancenverwertung in dieser Saison das Sorgenkind der Leverkusener ist. "Wir haben die Chance, einen großen Schritt Richtung Achtelfinale zu machen, aber dazu braucht es Tore", sagte Bernd Leno im Hinblick auf die heutige Partie. "Wir müssen konsequenter werden", mahnte auch Innenverteidiger Jonathan Tah.

Das Offensiv-Problem muss Bayer 04 womöglich ohne Stefan Kießling lösen. Der Stürmer leidet seit der Partie gegen den HSV an Leistenproblemen - sein Einsatz ist fraglich. Lars Bender hingegen trainierte gestern nach überstandener Sprunggelenksverletzung wieder mit der Mannschaft. "Wenn es gut läuft, ist er dabei, aber es wird eine Punktlandung", sagte Roger Schmidt. Sollte Bender erneut ausfallen, könnte für ihn wie schon gegen den HSV der etatmäßige Abwehrchef Ömer Toprak im defensiven Mittelfeld zum Einsatz kommen. Auch Kevin Kampl steht nach seiner Mandelentzündung wieder zur Verfügung.

Der Mutmacher für Bayer 04: Der letzte Auswärtssieg des AS Rom in der Champions League ist bereits fünf Jahre her (3:2 gegen den FC Basel). Auch die Auswärtsbilanz gegen deutsche Teams - zwei Siege, zehn Niederlagen - sollte Rudi Garcia nicht optimistischer stimmen. Die Werkself hingegen zeigte sich bei ihren jüngsten Heim-Auftritten auf europäischer Ebene sehr stark: sechs von sieben Begegnungen konnte sie für sich entscheiden. Antonio Rüdiger, der seit diesem Sommer für den AS Rom spielt, wird sich nicht unbedingt auf Leverkusen freuen. In seiner Zeit beim VfB Stuttgart gelang dem deutschen Innenverteidiger, an dem auch Bayer 04 interessiert war, in vier Partien kein Sieg. Das soll aus Sicht von Bayer 04 auch so bleiben. Und vielleicht kann Jedvaj danach doch noch mit den Ex-Kollegen scherzen.

Quelle: RP
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