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Bayer-Trainer in Gladbach zu Gast
Herrlich spricht über "unfassbar harte Zeit"

Heiko Herrlich über seine Zeit seine Borussia Mönchengladbach
Heiko Herrlich mit Stefan Effenberg zu Gladbacher Zeiten. FOTO: dpa
Düsseldorf. Bayer Leverkusens Fußballtrainer Heiko Herrlich denkt vor seiner Rückkehr nach Mönchengladbach mit gemischten Gefühlen an seine frühere Zeit bei der Borussia.

Der damalige Torjäger des Clubs vom Niederrhein hatte 1995 wegen einer angeblichen mündlichen Zusage von Manager Rolf Rüssmann nach wochenlangem Hin und Her seinen Wechsel zu Borussia Dortmund erzwungen.

"Es war eine unfassbar harte Zeit, das hat mich fast gebrochen. Deswegen macht es heute noch was mit mir", sagte der Leverkusener Trainer vor der Partie am Samstag im Borussia-Park (15.30 Uhr) der "Westdeutschen Zeitung".

Heiko Herrlich: "Ich wäre vermutlich in Gladbach geblieben"

"Ich bin oft gefragt worden, ob ich mich heute wieder so verhalten würde: Nein, das würde ich wohl nicht. Ich wäre vermutlich in Gladbach geblieben, obwohl ich im Recht war und mir ein Versprechen gegeben wurde, an das sich keiner mehr erinnern wollte", sagte Herrlich. Er habe im Nachhinein wegen des Wechsels zum BVB hin und wieder auch Gewissensbisse gehabt. "Unter dem Strich darf man nicht vergessen, dass ich Rolf Rüssmann auch viel zu verdanken hatte", meinte der 45-Jährige.

Der Bayer-Coach kehrt nicht zum ersten Mal nach Mönchengladbach zurück. Schon mit dem VfL Bochum war er dort und zuletzt auch zur Spielbeobachtung. "Da freuen sich schon auch viele, mich wiederzusehen. Aber ich spüre dann auch hier und da diesen Blick, der sagt: Da war doch was mit dem Herrlich?!"

(dpa)
 
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