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Bayer Leverkusen
Mit Gier auch mal die Bayern schlagen

Einzelkritik: Bayers Offensive enttäuscht
Einzelkritik: Bayers Offensive enttäuscht FOTO: dpa, jg; tmk
Meinung | Leverkusen. Auf dem Papier war das 1:1 in Köln ein Grund zum Feiern für Bayer 04. Durch das erneute Patzen der Konkurrenz aus Gelsenkirchen und Augsburg reichte der Derby-Punkt zum Erreichen des Minimalziels: Platz vier, Teilnahme an der Qualifikation zur Champions League. Von Patrick Scherer

Dass die Leverkusener sich dennoch nicht zu selbstverliebter Lobhudelei hinreißen ließen, ist als positives Zeichen zu werten. Die Mannschaft ist gierig, will mehr, will sich im Duell um Platz drei gegen Mönchengladbach behaupten. Mit jedem Sieg - und davon gab es seit Ende Februar in der Liga ja reichlich - stieg nicht nur das Selbstvertrauen der Werkself, sondern auch der Anspruch an sich selbst. Dieses stetige Streben nach Verbesserung ist die Basis einer jeden Erfolgsgeschichte - und die will das Team mit Trainer Roger Schmidt weiterschreiben.

Deshalb sollten sich die Leverkusener vor dem Spiel gegen den alten und neuen Meister aus München nicht kleinreden. Klar, der FC Bayern ist das Maß aller Dinge. Dafür reicht ein flüchtiger Blick auf die Tabelle. Es gibt aber auch viele gute Gründe, warum Bayer 04 am Samstagabend im Topspiel das Feld als Sieger verlassen kann. Zuerst sind als Mutmacher die beiden Duelle in dieser Saison zu nennen. Das 0:1 im Liga-Hinspiel passte zur Phase, als sich Bayer 04 nicht für seine guten Leistungen belohnte. Mittlerweile hat die Schmidt-Elf in dieser Hinsicht einen großen Schritt nach vorne gemacht. Im DFB-Pokalspiel in der BayArena vor knapp drei Wochen war das zu beobachten.

Am Ende stand eine unglückliche Niederlage im Elfmeterschießen. Was das Pendel am Samstag zugunsten von Bayer 04 schwingen lassen könnte, ist zudem, dass Leverkusen in der Mitte zwischen Bayerns Pokal-Halbfinale gegen Dortmund und dem Halbfinal-Hinspiel in der Königsklasse beim FC Barcelona eine untergeordnete Rolle spielen wird. Das wird Pep Guardiola sicher auch mit seiner Startelf ausdrücken. Mit der neuen Gier könnte so ein Ausrufezeichen vor dem Showdown in Gladbach gelingen.

Quelle: RP
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