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Lokalsport
So sähe Bayers Olympia-Elf aus

Das Saisonzeugnis von Bayer Leverkusen
Das Saisonzeugnis von Bayer Leverkusen FOTO: dpa, fg
Leverkusen. Nach den Richtlinien von Rio bekäme Bayer 04 eine eigene Startelf zusammen. Das unterstreicht den Ansatz, auf Talente mit Qualität zu setzen. Von Stefanie Sandmeier

Bayers Strategie, in seiner Planung und Zusammensetzung des Kaders in erheblichem Maße auf talentierte und entwicklungsfähige junge Spieler zu setzen, ist nicht nur ein ehrenwertes Ziel, es wird von der sportlichen Führung auch erfolgreich umgesetzt.

Um das zu verdeutlichen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Ein Beispiel, um die Strategie einmal anschaulich zu machen, ist das Gedankenspiel, aus dem bereits weitegehend kompletten Kader für die neue Spielzeit eine Elf zu bilden, die nach den Richtlinien am Fußballturnier der Olympischen Spiele in Rio teilnehmen dürfte. Die Begrenzung auf eine Nation sei dafür aufgehoben, die anderen beiden Bedingungen - nur Spieler mit Geburtsdatum 1. Januar 1993 oder jünger, und nur maximal drei ältere Spieler einzusetzen - werden indes eingehalten. Heraus käme beispielsweise diese Elf:

Der komplette Bundesliga-Spielplan

• Niklas Lomb (22) im Tor (alternativ Bernd Leno, der allerdings wäre dann einer der drei erlaubten älteren Spieler)

• Viererkette mit Wendell (22), Tin Jedvaj (20), Jonathan Tah (20) und Danny da Costa (22). In unserem Gedankenspiel ist der Brasilianer Wendell auf der linken Abwehrseite gesetzt. Tatsächlich aber werden die Spiele in seiner Heimat ohne ihn stattfinden. Der 22-Jährige, der nach seinem Syndesmoseriss Ende April an seinem Comeback arbeitete, wurde nicht in die Olympiaauswahl Brasiliens berufen. • Im Mittelfeld Hakan Calhanoglu (22), Vladlen Yurchenko (22) und Benjamin Henrichs (19, begann in der Jugend im Mittelfeld, bei den Profis aktuell Außenverteidiger)

• Auf den Außenbahnen Levin Öztunali (20) und Julian Brandt (20)

• Im Sturm Kevin Volland (23).

In dieser Elf ist kein Spieler älter als 23 Jahre, und man bräuchte mit Volland nur einen Älteren nach dem festgelegten Stichtag. Dies könnten theoretisch auch Chicharito, André Ramalho oder Lars Bender sein.

Bis auf Lomb, Yurchenko und Henrichs verfügen die Spieler dieser fiktiven Olympia-Elf bereits über einige Bundesligaerfahrung und waren wie Tah, Wendell, Brandt, Calhanoglu, da Costa (in Ingolstadt) oder Öztunali (in Bremen) in der Vorsaison Leistungsträger beziehungsweise gesetzte Spieler ihrer Teams. Nicht zuletzt diese Aussicht auf regelmäßige Einsätze und die Möglichkeit, auf hohem Niveau - sogar in der Champions League - an Erfahrung zu gewinnen und sich zu entwickeln, machen Bayer 04 für junge Spieler aus dem In- und Ausland attraktiv als Arbeitgeber.

Wendell und Jedvaj sind dafür gute Beispiele, die wichtige Kräfte im Team geworden sind. Diesen Ruf hat sich der Werksklub erarbeitet, der eben jenen Ansatz zu seinem Geschäftsmodell gemacht hat. Jedes erfolgreich gereifte Talent ist zugleich Werbung in eigener Sache.

Dass von Bayer 04 womöglich nur Brandt nach Rio reisen wird, liegt an der Nicht-Nominierung von Wendell, der EM-Teilnahme von Tah und der Tatsache, dass Spieler, die den Verein wechseln, nicht für Olympia vorgesehen sind. Gut für Bayer 04, das damit in der Vorbereitung frühzeitig seinen Kader beisammen hat.

Quelle: RP
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