| 22.05 Uhr

Bayer Leverkusen
Verschossener Elfer kostet Werkself die nächsten Punkte

Aranguiz vergibt Elfmeter kläglich
Aranguiz vergibt Elfmeter kläglich FOTO: dpa, fg nic
Leverkusen. Bayer Leverkusen kommt in der Bundesliga nicht in Fahrt. Gegen den FC Augsburg gab es ein enttäuchendes 0:0. Wie schon bei der Niederlage am Wochenende in Frankfurt verschossen die Leverkusener einen Elfmeter. Von Dorian Audersch

Die Marschroute vor dem Spiel war klar: Drei Punkte mussten gegen Augsburg her, um einen kompletten Fehlstart in die Liga zu vermeiden. Der Ausdruck Fehlstart wurde im Umfeld der Werkself bisher tunlichst vermieden. Ob das auch nach dem 0:0 gegen den FC Augsburg noch so bleibt, ist fraglich. Hängen bleiben wird auf jeden Fall der verschossene Elfmeter von Charles Aránguiz in der 73. Minute. Der Chilene setzte den Ball neben den Augsburger Kasten. Von den letzten 17 Elfmetern in der Liga hat Bayer 04 nur 8 verwandelt – eine bemerkenswerte Quote.

Dabei sah es zunächst nach einem gelungenen Abend für die Leverkusener aus. Bayer begann wie angekündigt zielstrebig: Bereits in der 3. Minute hatte Chichartito nach schöner Vorarbeit von Wendell aus fünf Metern eine Riesengelegenheit zum 1:0. Danach gab es einige vielversprechende Offensivaktionen, denen aber meist die letzte Präzision fehlte. Augsburg hatte sich schnell auf das Leverkusener Spiel eingestellt und beschränkte sich auf kompromisslose Defensivarbeit. Dennoch kamen die Gastgeber immer wieder zu Chancen, aber Kevin Volland (23.) und Chicharito (29.) vergaben. Dann beinahe die Führung für Augsburg, doch Bernd Leno parierte den Schuss von Dong Won Ji (33.). Ansonsten war von den Gästen nicht viel zu sehen. Weitere Gelgenheiten ließen Chicharito (35./46./64.) und Volland per Freistoß (38.) ungenutzt. Der Chilene Charles Aránguiz hätte sein Team schon kurz vor der Pause in Führung bringen müssen, doch sein Schuss aus zehn Metern ging über den Augsburger Kasten.

Roger Schmidt veränderte seine Startformation auf fünf Positionen im Vergleich zur 1:2-Niederlage bei Eintracht Frankfurt. Die auffälligste Veränderung war die Hereinnahme von Aleksandar Dragovic, der für Ömer Toprak in die Startelf rutschte. Der 17-Millionen-Euro-Neuzugang von Dynamo Kiew gab nach rund vier Wochen der Akklimatisierung sein Debüt im Bayer-Trikot – vor den Augen von Österreichs Nationaltrainer Marcel Koller. Auch Kevin Volland und Hakan Calhanoglu waren wieder von Beginn an dabei. Julian Brandt blieb dafür zunächst auf der Bank. Weitere Veränderungen: Wendell spielte links in die Viererkette und Benjamin Henrichs nahm dafür rechts den Posten des zuletzt schwächelnden Tin Jedvaj ein – und Kapitän Lars Bender kam für Julian Baumgartlinger.

Was viele Bayer-Fans besonders gefreut haben dürfte, war aber die Rückkehr von Stefan Kießling in den Kader. Der Stürmer hatte in der Vorbereitung mit chronischen Hüft- und Rückenschmerzen zu kämpfen. Das scheint überwunden. Er kam in der 66. Minute für Chicharito – und der Jubel der Fans dürfte ihm ebenso gut getan haben, wie die Zeit auf dem Rasen. In der 78. und 91. Minute hätte er beinahe das erlösende 1:0 erzielt. So aber blieb es beim torlosen Remis, das von den Fans mit Pfiffen quittiert wurde.

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht: Bereits am Samstag reist Bayer 04 zum FSV Mainz 05 und am Dienstag geht es in der Champions League nach Monaco. Danach kommt am letzten Spieltag vor der Länderspielpause (1. Oktober) Borussia Dortmund in die BayArena. /p>

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