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Bayer Leverkusen
Warum Bayer 04 heute liefern muss - und kann

Einzelkritik: Brandt und Henrichs beste Leverkusener
Einzelkritik: Brandt und Henrichs beste Leverkusener FOTO: dpa, fg fpt
Leverkusen. Die Partie in Frankfurt gerät zur Standortbestimmung. Ein Sieg muss her, um von einem gelungenen Saisonstart sprechen zu können. Roger Schmidt setzt nach dem 2:2 gegen Moskau auf den Lerneffekt - und auf Rotation. Von Dorian Audersch und Jim Decker

Eigentlich sind Eintracht Frankfurt und Bayer 04 in einer vergleichbaren Situation: Beide Teams wissen noch nicht genau, wo sie stehen. Je ein Sieg und eine Niederlage stehen in der Bundesliga in der Bilanz. Bei Leverkusen kommt das enttäuschende 2:2 unter der Woche gegen ZSKA Moskau hinzu. Die 2. Runde des DFB-Pokals haben beide erreicht. Druck allerdings lastet eher auf der Werkself. Wenn die Mannschaft von Roger Schmidt heute in Frankfurt antritt, ist klar, wer die Partie gewinnen muss, um den Saisonstart nicht zu verpatzen: Bayer 04. Es gibt aber auch einige gute Gründe, warum Leverkusen mit drei Punkten von der Auswärtsreise zurückkehrt sollte.

Dass der Ausfall von Karim Bellarabi schmerzt, ist klar. Der Leistungsträger wird bis zur Winterpause ausfallen. Aber Bayer 04 verfügt - wie mehrfach von der sportlichen Leitung betont - über einen breiteren und qualitativ noch hochwertigeren Kader, als in der vergangenen Saison. Gerade in der Offensive verfügt Roger Schmidt über ein hochkarätiges Ensemble, das er auch voll nutzen will: "Wir haben hervorragende Alternativen und gerade in einer Englischen Woche wird es den ein oder anderen Wechsel geben", sagt der Trainer. Das klingt nach Rotation. Er wolle auch die Bank so besetzen, dass er auf alle Eventualitäten reagieren könne. Ein Fragezeichen steht hinter Lars Bender. Er ist nach einem starken Krampf im Spiel gegen Moskau angeschlagen. Allerdings dürfte das Debüt von Neuzugang Aleksandar Dragovic unmittelbar bevorstehen - womöglich gar in der Startelf.

Leverkusen - Moskau FOTO: afp, PST

Bei Frankfurt kehren Shani Tarashaj, Ante Rebic, Haris Seferovic und Jesús Vallejo in den Kader zurück. Trotzdem fehlen einige Spieler. Michael Hector ist gesperrt und Marc Stendera sowie Slobodan Medojevic sind verletzt. Das Fraknfurts Alex Meier immer für ein Tor gut ist, dürfte Bayers Defensive klar sein. Sie müssen sich auf den Torjäger einstellen. Aus personeller Sicht liegt der Vorteil allerdings klar bei der Werkself.

Nach dem Spiel gegen Moskau ist die Lage angespannt. Schmidt hat seinem Ärger nach dem 2:2 zum Auftakt der Champions League deutlich Luft gemacht. Vor der Abreise nach Frankfurt gab er sich moderater. "Wir haben das intern aufgearbeitet und die Mannschaft hat verstanden, dass wir so nicht mehr agieren dürfen. Wir haben eine Schwäche gezeigt, die bitter bestraft wurde." Dennoch habe sein Team gegen Moskau alles gegeben - "auch wenn wir nicht jede Situation perfekt ausgespielt haben." Sein Fazit: "Der Wille und die Qualität waren da, aber die 15 Minuten vor der Halbzeit waren völlig unnötig."

Pressestimmen: "Der Doktor und das liebe Fohlen" FOTO: rtr, gb

Gemessen an den eigenen Ansprüchen gehört Frankfurt zum Kreis der Mannschaften, gegen die Bayer 04 gewinnen muss. Dass es allerdings nicht einfach wird, ist Roger Schmidt bewusst. "Sie haben am ersten Spieltag gegen Schalke gezeigt, dass sie besser geworden sind. Teilweise haben sie furios gespielt", sagt Bayers Coach. Er freue sich, dass die Saison nun richtig Fahrt aufnehme. "Wir spielen regelmäßig, finden endlich unseren Rhythmus und wollen uns auch in Frankfurt beweisen." Die Statistik spricht dezent für die Werkself: Von insgesamt 63 Partien gingen 28 an Leverkusen - bei 13 Unentschieden.

Quelle: RP
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