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Bayer Leverkusen
Werkself-Woche der Extreme

Bundesliga : Die Chancenverwertung der Klubs
Bundesliga : Die Chancenverwertung der Klubs FOTO: dpa, fg hak
Leverkusen. Im ersten Heimspiel dieses Jahres ist morgen mit Hannover 96 der Tabellenletzte zu Gast in der BayArena. Eine Woche später spielt Spitzenreiter FC Bayern München in Leverkusen vor. Von Stefanie Sandmeier

Im Winter-Trainingslager in Orlando hat Christoph Kramer ein (selbst-)kritisches Fazit über die Hinrunde von Bayer 04 gezogen. Wie seine Teamkollegen war auch er nicht zufrieden mit der ersten Halbserie dieser Saison, der zwingend eine Steigerung folgen soll. Und auch muss, wenn bis Ende Mai die gesteckten Ziele erreicht werden sollen.

Die Qualifikation für die Champions League ist eines davon. Kramer hat dafür eine Rechnung aufgemacht. "Ich denke, dass wir dafür 60 Punkte brauchen werden", sagte er im RP-Interview, und fügte an: "Nach der Hinrunde hatten wir 27 - heißt: Wir müssen jetzt sechs Punkte mehr holen."

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Das klingt im ersten Moment nicht unbedingt nach einer unlösbaren Aufgabe. Sechs Zähler - das sind zwei Siege mehr als in der Hinrunde. Das sollte machbar sein, dafür sollte die Werkself aber umgehend mit dem Punktesammeln beginnen. "Es ist noch alles drin", erklärte Jonathan Tah auf der Vereins-Homepage, verwies aber darauf, dass die Leverkusener dafür keine Punkte mehr unnötig "liegen lassen" dürfen. Die Aussage darf als Anspielung auf das 1:1 am vergangenen Wochenende beim Tabellenletzten in Hoffenheim verstanden werden, das - auch wenn es öffentlich so deutlich niemand gesagt hat - für die Ansprüche der Leverkusener in dieser Rückrunde zu wenig war.

Dabei meint es der Spielplan doch eigentlich gut mit Bayer 04. Erst Hoffenheim, dann Hannover 96 - zwei Teams, die in sportlichen Schwierigkeiten stecken, und die man besiegen wollte, um im Anschluss mit einem positiven Gefühl den Rekordmeister in der Arena zu empfangen (6. Februar).

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Als mildernde Umstände muss man der Mannschaft wohl zu Gute halten, dass der Start in eine Rückrunde meist etwas Anlaufzeit benötigt und sich auch direkte Kontrahenten am ersten Rückrunden-Spieltag schwer getan haben. Die Tatsache, dass auch die Konkurrenz im Rennen um die internationalen Ränge konstant Punkte liegen lässt, macht das Unentschieden im Kraichgau verkraftbarer. Es sollte aber als Warnung verstanden werden. Mit Hannover ist morgen nun der Tabellenletzte nach dem 18. Spieltag zu Gast. Ein schlagbarer Gegner. Je nach Ausgang könnte die Partie jedoch ganz schnell zum Stimmungskiller werden. "Wir wollen das erste Heimspiel gewinnen, so wie wir die Partie in Hoffenheim auch schon gewinnen wollten", stellt Jonathan Tah klar.

Das gelang jedoch nicht, weil die Werkself aus ihren Chancen zu wenig machte. Ein bekanntes Problem, das die Leverkusener bisher nicht abstellen konnten. Nun werden sie aber alles daran setzen, dass sie in den kommenden drei Begegnungen vor eigenem Publikum Schwung aufnehmen können.

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Hierfür ist ein Erfolgserlebnis gegen das Tabellenschlusslicht aus Hannover eigentlich Pflicht. Denn danach kommt der Ligaprimus aus München, der seinen Gegnern in dieser Saison nur selten Punkte überlässt.

Nach dem Besuch der Bayern geht die tabellarische Achterbahnfahrt in der Bundesliga munter weiter. Zunächst fährt die Werkself in die unteren Tabellenregionen nach Darmstadt, ehe dann der überzeugende Tabellenzweite aus Dortmund in Leverkusen vorspielt. Gegen beide Teams gab es in der Hinrunde keine Punkte. Diesen Makel gilt es zu beseitigen.

Der Heimvorteil soll überdies dabei helfen, gegen Werder Bremen ins Halbfinale des DFB-Pokals einzuziehen. Dazu kommen Hin- und Rückspiel gegen Sporting Lissabon in der Europa League. Macht (inklusive der Partie gegen Hoffenheim) insgesamt sieben Spiele im Februar. Dieser Monat könnte am Ende dieser Saison jener gewesen sein, der aus Sicht der Werkself die Richtung für diese Spielzeit vorgab.

Quelle: RP
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