1. Bundesliga 17/18
| 14.02 Uhr

Bayern-Superstar schon wieder verletzt
Robbens 16-Minuten-Einsatz endet dramatisch

Fotos: Robben muss 16 Minuten nach Einwechslung verletzt raus
Fotos: Robben muss 16 Minuten nach Einwechslung verletzt raus FOTO: afp, GS/DG
München. Es sah gar nicht gut aus, als Arjen Robben am Mittwochvormittag auf Krücken in die Praxis von Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt humpelte. Kurz darauf kam dann die bittere Diagnose: Muskelbündelriss in der linken Wade, Aus für das Halbfinale in der Champions League gegen den FC Barcelona und die komplette Saison.

"Das ist natürlich bitter", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge nach dem 0:2 im Elfmeterschießen im DFB-Pokalhalbfinale gegen Borussia Dortmund und dem herben Rückschlag für Robben. Zudem erlitt Robert Lewandowski nach Vereinsangaben einen Bruch des Oberkiefers und des Nasenbeins und dazu noch eine Gehirnerschütterung. Wie lange der 26 Jahre alte Torjäger ausfällt ist noch offen. Lewandowski hofft aber auf einen Einsatz in den Halbfinalspielen der Champions League am 6. und 12. Mai gegen den FC Barcelona. "Es sind noch ein paar Tage bis zum Spiel im Camp Nou. Ich hoffe, dass ich spielen kann", twitterte der Pole am Mittwochmittag.

Gerade einmal 16 Minuten hatte der 31 Jahre alte Niederländer auf dem Platz gestanden. In der 68. Minute war er unter dem frenetischen Jubel der Fans von Trainer Pep Guardiola für Thiago eingewechselt worden. Kurz darauf war das Entsetzen aber groß, als Robben nach einem Sprint ohne Gegner-Berührung plötzlich am Boden saß und sich die Wade hielt. In der 84. Minute musste er wieder raus und verließ anschließend die Arena auf Krücken.

Comeback nach fünf Wochen

Dabei sollte sich Robben für die Duelle gegen Barcelona warmlaufen, nachdem er fünfeinhalb Wochen wegen eines Bauchmuskelrisses ausgefallen war. Erst am Sonntag hatte er erstmals wieder mit der Mannschaft trainiert. Nach dem Abschlusstraining am Montag hatte er dann grünes Licht zumindest für einen Kurzeinsatz gegeben.

"Er hat im Training einen sehr guten Eindruck gemacht", sagte Vize-Kapitän Bastian Schweinsteiger und hoffte kurz nach dem Pokal-Aus noch auf gute Nachrichten von Robben. "Er ist ein ganz wichtiger Spieler, wir brauchen ihn in den großen Spielen", betonte er. Doch daraus wird in dieser Saison nichts mehr.

Dabei hatte es bis zu der im Spiel gegen Gladbach im März erlittenen Bauchmuskelverletzung so ausgesehen, als hätte Robben alle Probleme hinter sich gelassen. Der Offensivspieler hatte seit fast zwei Jahren einen Lauf. In 21 Ligaspielen in dieser Saison erzielte er 17 Tore und bereitete sieben vor.

"Arjen ist fundamental für uns. Er hat eine große Mentalität und Persönlichkeit", lobte Guardiola in den vergangenen Monaten immer wieder seinen besten Spieler. Rummenigge sprach vom "derzeit vielleicht besten Feldspieler der Welt".

Robben wertvoll wie nie

Galt Robben nach seinen verschossenen Elfmetern im Bundesliga-Endspurt 2012 und vor allem im "Finale dahoam" als Reizfigur in München, als ungeliebter "Ego-Robben", so ist er inzwischen für den FC Bayern so wertvoll wie noch nie. Umso bitterer ist es, dass der Nationalspieler nun im Endspurt ausfällt.

Lewandowski war kurz vor dem Ende der Verlängerung mit BVB-Torhüter Mitch Langerak zusammengeprallt, spielte jedoch die letzten Minuten zu Ende. Der Pole hatte sich noch in der Nacht in einer Münchner Klinik einer MRT-Untersuchung unterzogen.

Entwarnung konnte dagegen Thiago geben, der einen Schlag auf den Fuß erhalten hatte. Er sei nicht verletzt, twitterte der Spanier. Verzichten muss Trainer Pep Guardiola bereits auf die verletzten Franck Ribery, David Alaba und Holger Badstuber.

(sid)
 
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