1. Bundesliga 16/17
| 10.22 Uhr

"Werden ihn vermissen"
Teamkollegen bedauern Schweinsteiger-Weggang

Die deutschen Spieler in der Premier League
Die deutschen Spieler in der Premier League FOTO: afp, cs/dg
München. Darauf waren die Kollegen beim FC Bayern nicht vorbereitet. Mit Überraschung und Bedauern reagierten Manuel Neuer und Co. auf den Wechsel der Leitfigur Bastian Schweinsteiger zu Manchester United.

Mit Bedauern haben die Teamkollegen vom FC Bayern München auf den Wechsel von Fußball-Weltmeister Bastian Schweinsteiger zu Manchester United reagiert. "Mir tut es persönlich weh, weil wir befreundet sind", sagte Nationaltorhüter Manuel Neuer bei der Teampräsentation in der Münchner Arena. Er wünschte dem 30-Jährigen alles Gute beim neuen Verein, "dass er verletzungsfrei bleibt" und dort schnell Fuß fasse.

"Ich glaube, wir werden ihn vermissen", sagte Mario Götze. Es sei Schweinsteigers persönliche Entscheidung gewesen. "Ein Stück weit traurig" zeigte sich auch Jerome Boateng: "Er war ein Weltklassespieler für den FC Bayern."

Reaktionen: "Haben uns in großer Freundschaft verabschiedet"

Kapitän Philipp Lahm sagte: "Für mich persönlich ist das absolut schade, weil ich quasi meine gesamte Karriere mit Basti zusammen Fußball gespielt habe, ob bei den Bayern oder in der Nationalmannschaft. Aber er wollte eine neue Herausforderung, das muss man akzeptieren und respektieren. Diese Entscheidung hat Basti ganz allein gefällt. Aber es ist auch für den Verein schade, er wird uns fehlen. Ich bin aber auch ein Freund von ihm und wünsche ihm deshalb, dass er dort genauso gut spielt wie bei uns."

Zuvor hatte Karl-Heinz Rummenigge das Ende der Ära Schweinsteiger nach 17 Jahren bei den Münchnern verkündet. Der Kapitän der Nationalmannschaft gehe auf eigenen Wunsch, versicherte der Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge und warb nach vereinzelten Pfiffen vor 60.000 Zuschauern in der Allianz Arena um Verständnis für die Zustimmung des Clubs zu dem Transfer. "Wir wären ein bisschen hartherzig, wenn wir dem einen Riegel vorschieben würden", betonte Rummenigge.

Presse: Schweinsteigers Wechsel: "Fußballgott wandert aus" FOTO: qvist /Shutterstock.com/Retusche RPO

Am Abend bestätigte ManUnited via Twitter die Einigung mit dem FC Bayern über den Transfer Schweinsteigers. Sowohl der Medizincheck als auch die Klärung persönlicher Detailfragen stünden allerdings noch aus.

Das Angebot eines persönlichen Abschieds von den Bayern-Fans hatte Schweinsteiger ausgeschlagen. "Bastian ist da ein sehr sensibler Mensch", bemerkte Rummenigge. Ihm habe Schweinsteiger in einem "sehr seriösen und ausführlichen Gespräch" am Freitag eröffnet, dass er die reizvolle Erfahrung im Ausland machen und das lukrative Angebot von ManUnited annehmen wolle.

Bilder: Die Rekordspieler des FC Bayern FOTO: ddp

Ein Jahr vor Vertragsende wechselt der Mittelfeldspieler vermutlich für drei Jahre und eine Ablösesumme von geschätzt 18 bis 20 Millionen Euro in die Premier League. Man habe mit Manchester "eine sehr faire, sehr seriöse Lösung gefunden", berichtete Rummenigge. Nach seinem Karriereende werde Schweinsteiger ein großes Abschiedsspiel in München erhalten, kündigte der Bayern-Chef an. Auch über eine "gemeinsame Zukunft in der zweiten Karriere" möchte er dann mit dem Profi reden: "Die Tür ist immer auf!"

(dpa)
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