1. Bundesliga 16/17
| 07.25 Uhr

An 27 Prozent der Tore beteiligt
Für Robben hat der FC Bayern keinen Ersatz

Die Krankenakte des Arjen Robben
Die Krankenakte des Arjen Robben FOTO: dapd
Der Ausfall von Arjen Robben verheißt nichts Gutes für den FC Bayern. Die Statistik zeigt: Der Niederländer ist ein Garant für den Sieg.

Zinedine Zidane sah nicht viel. Der ehemalige Weltfußballer, Weltmeister und Europameister war am Dienstag an die Säbener Straße gekommen, um ein bisschen was zu lernen beim FC Bayern für seine Karriere als Trainer. Willy Sagnol, Trainer von Girondins Bordeaux und früher selbst in München aktiv, war ebenfalls Zaungast bei der Einheit am Vormittag. Und immerhin: Trainer Pep Guardiola war ja da.

Fotos: Robben muss gegen Gladbach verletzt vom Platz FOTO: dpa, geb hak

Ein paar wichtige Spieler aber fehlten, neben Sebastian Rode vor allem Franck Ribery und Arjen Robben. Ribery bereitet den Münchnern weniger Sorgen - wenn es nach der Länderspielpause weitergeht, dürfte er wieder dabei sein nach der Verletzung am Sprunggelenk. Immerhin er. Anders sieht es da schon bei Robben aus, dessen Bauchmuskelriss dem FC Bayern wohl noch ein paar Bauchschmerzen bereiten wird.

Sechs Wochen, so ist zu hören, wird Robben wohl mindestens ausfallen. Er würde damit im Viertelfinale des DFB-Pokals am 8. April bei Bayer Leverkusen fehlen, außerdem in den beiden Spielen im Viertelfinale der Champions League am 15. und 21. April gegen den FC Porto. Gefährdet scheinen auch die beiden Halbfinalspiele in der Königsklasse (5./6. sowie 12./13. Mai), sollten sich die Münchner dafür qualifizieren.

Seit 2013 auf Weltklasse-Niveau

Wie wichtig Robben für den FC Bayern ist, lässt sich unter anderem an Zahlen ablesen. Seit Beginn des Jahres 2013, seit der Niederländer auf Weltklasse-Niveau spielt, bestritten die Münchner 121 Pflichtspiele, 95 davon mit Robben. An 90 der dabei erzielten 332 Treffer war der Niederländer als Schütze (50) oder Vorbereiter (40) beteiligt, eine Quote von mehr als 27 Prozent, wie die Statistiker von deltatre errechnet haben.

"Weltklasse ist schwer zu ersetzen", sagte Sportvorstand Matthias Sammer noch am Sonntagabend, nachdem der FC Bayern nach der 0:2-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach die Kunde von Robbens Verletzung erhalten hatte. Er weiß: Ohne Robben und, wie am Sonntag, auch ohne Ribery, mangelt es Guardiolas Ballbesitz-Fußball zumeist am Überraschungsmoment, an Originalität.

Pressestimmen: "Neuer ist auch nur ein Mensch" FOTO: qvist /Shutterstock.com/Retusche RPO

Wenn Robben und Ribery fehlen, sagt Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, "ist es schwieriger, Lücken zu reißen". Vor allem der Ausfall von Robben kommt zur Unzeit. Auch im Luxus-Kader des FC Bayern gibt es keinen Ersatz für ihn, den ausdauernd im Turbo-Modus rennenden Antreiber und Flügelflitzer, der in seinen 29 Pflichtspielen in dieser Saison schon 19 Treffer erzielte und 11 vorbereitete.

Der FC Bayern sorgt sich nicht alleine. Ohne Robben, und ohne Robin van Persie, müssen die Niederlande am Samstag gegen die Türkei zum äußerst wichtigen EM-Qualifikationsspiel antreten, eine Niederlage wäre fatal. Als "sehr ärgerlich, besonders für Arjen persönlich", bezeichnte Torhüter Jesper Cillesen den Ausfall, "jeder weiß, wie gut und wie wichtig er ist. Das haben wir mal wieder bei der Weltmeisterschaft gesehen."

(sid)
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