1. Bundesliga 16/17
| 14.00 Uhr

Rückkehr zum Ex-Verein
Robben will gegen Eindhoven nicht auf das Jubeln verzichten

Robben führt Ecke schnell aus – Müller trifft
Robben führt Ecke schnell aus – Müller trifft FOTO: ap, LB
München/Eindhoven. Bayern München muss in Eindhoven gewinnen, um Platz eins in Gruppe D nicht aus den Augen zu verlieren. Im Mittelpunkt der Partie steht die Rückkehr von Arjen Robben zur PSV.

Arjen Robben schritt forsch und mit einem Lächeln zum Check-in-Schalter am Münchner Flughafen. Der 32-Jährige konnte es am Montag kaum erwarten, in seine niederländische Heimat zu fliegen. "Ich freue mich wahnsinnig. Es ist schon was Besonderes. Es ist ein bisschen wie Zuhause. Ich kenne viele Leute", sagte Robben vor dem Gruppenspiel von Bayern München in der Champions League am Dienstag (20.45 Uhr/Sky) bei der PSV Eindhoven.

Nachdem er seine ersten Spiele als Profi für den FC Groningen bestritten hatte, stürmte Robben von 2002 bis 2004 im PSV-Trikot. Er erzielte 17 Tore in 56 Spielen, ehe er für 18 Millionen Euro zum FC Chelsea verkauft wurde. "Es waren zwei schöne Jahre. Die Zeit war wichtig für meine Karriere", sagte der Offensivspieler vor dem Abflug des Rekordmeisters am Montagvormittag mit Lufthansa-Sonderflug LH 2570. Zwölf Jahre später kehrt er als Kapitän der niederländischen Nationalmannschaft und als Superstar des FC Bayern nach Eindhoven zurück - mit einem Wunsch: "Ich will den Abend genießen."

Es soll ein ungetrübter Genuss für Robben, der in München seit 2009 spielt und vor einer Verlängerung seines 2017 auslaufenden Vertrags steht, und den Rekordmeister werden. Nur ein Sieg zählt, um den fest eingeplanten ersten Platz in Gruppe D nicht schon frühzeitig aus den Augen zu verlieren. Dafür möchte Robben auch die Verbundenheit zu seinem alten Klub ruhen lassen.

"Ich spiele jetzt für Bayern München, und wenn ich ein Tor schieße, bin ich froh und glücklich", sagte er am Montagabend in Eindhoven: "Das hat nichts mit dem Respekt gegenüber den Fans oder dem Verein zu tun. Wenn du kein Tor schießen willst, dann brauchst du gar nicht erst zu spielen."

Derzeit haben die erfolgsverwöhnten Münchner drei Punkte Rückstand auf Atlético Madrid. Am 6. Dezember kommt es in München zum Gruppenfinale.

"Wir müssen die beiden Auswärtsspiele gewinnen, wenn wir noch Erster werden wollen. Das wäre wichtig", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge schon mit Blick auf das Spiel in Rostow am 23. November: "Es wäre schön, wenn wir ein Endspiel gegen Atlético hinbekommen würden."

Rummenigge ist aber nach dem jüngsten Auftritt der Bayern in Augsburg (3:1) guter Dinge: "Ich glaube wir sind da auf einem guten Weg, können sehr zufrieden sein. Jetzt sieht man, mit welcher Qualität wieder Fußball gespielt wird. Wir müssen nur so weitermachen."

Dabei wollen sich die Bayern auch von den aktuellen Nebengeräuschen nicht ablenken lassen. Viel diskutiert wird in der Öffentlichkeit die bevorstehende Vertragsverlängerung von Robben, aber auch von Torjäger Robert Lewandowski und dem aktuell verletzten Franck Ribéry. "Für uns ist das weniger ein Thema, wir kriegen das schon hin. Wir müssen da jetzt kein Perpetuum Mobile daraus machen. Wir geben es bekannt, wenn es soweit ist", sagte Rummenigge am Montag. Lange wird es wohl nicht mehr dauern.

Bis dahin wollen die Münchner auf Erfolgskurs bleiben. Längst strotzen die Bayern nach einem kleinen Zwischentief wieder vor Selbstbewusstsein. Dennoch warnt Weltmeister Mats Hummels vor der PSV: "Die haben schon in München nicht schlecht gespielt: aggressiv und auch nach vorne gefährlich." 4:1 gewannen die Bayern das Hinspiel.

Verzichten muss Trainer Carlo Ancelotti neben Ribéry auch auf Javi Martínez. Der Spanier zog sich beim FCA eine Muskelverletzung im Oberschenkel zu. Rafinha steht nach Adduktorenproblemen dagegen wieder zur Verfügung. - Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Eindhoven: Pasveer - Arias, Isimat-Mirin, Moreno, Willems - Pröpper, Guardado, Ramselaar - Bergwijn, Pereiro - Luuk de Jong. - Trainer: Cocu

München: Neuer - Lahm, Boateng, Hummels, Alaba - Thiago, Alonso, Vidal - Robben, Müller - Lewandowski. - Trainer: Ancelotti

Schiedsrichter: Rocchi (Italien)

(sid)
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