1. Bundesliga 16/17
| 08.20 Uhr

FC Bayern München
Beckenbauer zum Zerwürfnis mit Müller-Wohlfahrt: "Seltsam"

Porträt: Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt – Wunder-Doc mit Wallemähne
Porträt: Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt – Wunder-Doc mit Wallemähne FOTO: afp, agz/VL/dg
München. Franz Beckenbauer hat das Zerwürfnis zwischen Rekordmeister FC Bayern München und dem langjährigen Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt bedauert.

"Natürlich sorgt ein so überraschendes Ende für Unruhe. Und natürlich ist es seltsam, dass Sportler aus aller Welt nach München in seine Praxis kommen – und beim FC Bayern ist er plötzlich draußen", sagte der Ehrenpräsident der "Bild". "Ich bedaure auf jeden Fall, dass eine 38-jährige Zusammenarbeit auf diese Art endet. Wirklich schade."

Der prominente Arzt und sein Stab hatten ihre Tätigkeit für die Bayern einen Tag nach der 1:3-Niederlage im Viertelfinal-Hinspiel der Königsklasse gegen den FC Porto beendet. "Nach dem Champions League-Spiel des FC Bayern München gegen den FC Porto wurde aus uns unerklärlichen Gründen die medizinische Abteilung für die Niederlage hauptverantwortlich gemacht", hieß es in der Erklärung des 72-Jährigen vom vergangenen Donnerstag.

Die Bayern widersprachen Müller-Wohlfahrts Darstellung und bedauerten den Rückzug. "Keiner hat ihm die Schuld an der Niederlage in Porto gegeben", sagte Sportvorstand Matthias Sammer. "Es ist die Entscheidung von Müller-Wohlfahrt. Wir haben es zur Kenntnis genommen und es bedauert." Beckenbauer erklärte, er habe "keine Hintergrund-Informationen", ob der Schritt zu vermeiden gewesen wäre.

(dpa)
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