1. Bundesliga 16/17
| 17.01 Uhr

Trainerwechsel im Sommer
FC Bayern bestätigt Guardiolas Abgang – Ancelotti übernimmt

Das ist Pep Guardiola
Das ist Pep Guardiola FOTO: dpa, Peter Kneffel
München. Der FC Bayern hat wie erwartet am Sonntag verkündet, dass Trainer Pep Guardiola nach Erfüllung seines Drei-Jahres-Vertrags im Sommer den deutschen Rekordmeister wieder verlassen wird. Carlo Ancelotti wird Guardiolas Nachfolger.

Beide Personalien bestätigte Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge am Sonntag gegenüber der "Bild". Rummenigge: "Wir sind Guardiola dankbar für alles, was er unserem Verein gegeben hat und hoffen, dass wir in dieser Saison gemeinsam noch viele Erfolge feiern werden. Mit Ancelotti kommt erneut ein sehr erfolgreicher Trainer zum FC Bayern. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit." Der Klub bestätigte die Personalien kurz darauf via Twitter.

"Carlo Ancelotti", betonte der Bayern-Boss, "hatte als Trainer überall Erfolg und dreimal die Champions League gewonnen." Der Italiener sei "ein ruhiger, ausgeglichener Fachmann, der mit Stars umgehen kann und einen variantenreichen Fußball spielen lässt - das haben wir gesucht, das haben wir gefunden. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit". Ancelotti äußerte: "Ich bin sehr geehrt, dass ich von der kommenden Saison an Trainer des großen FC Bayern sein werde."

Ancelotti hat einen Drei-Jahres-Vertrag beim FC Bayern unterschrieben. Der 56 Jahre alte Italiener war im Sommer diesen Jahres bei Real Madrid entlassen worden. Mit den "Königlichen" und dem AC Mailand gewann er als Trainer dreimal die Champions League.

Der 44 Jahre alte Guardiola hatte das Amt im Juni 2013 angetreten und die Bayern bislang zu zwei deutschen Meisterschaften und einem DFB-Pokalsieg geführt. Zudem gewann er mit den Münchnern den Uefa-Supercup und den Weltpokal. Noch fehlt der Triumph in der Champions League mit Bayern. Guardiola scheiterte mit den Bayern zweimal im Halbfinale, jeweils am späteren Sieger. Im Vorjahr war dies der FC Barcelona, 2013 scheiterte Guardiola an Real Madrid – mit Ancelotti als Trainer. Nun will Guardiola zum krönenden Abschluss am 28. Mai 2016 in Mailand den Champions-League-Sieg mit den FC Bayern feiern.

Vorstandschef Rummenigge hatte zuletzt alles in die Waagschale geworfen, um "Super-super"-Guardiola einen Verbleib schmackhaft zu machen. Auch die Spieler hatten sich wiederholt vehement für ihren Trainer ausgesprochen – alles vergebens.

Zuletzt hatte Rummenigge schon einmal für den Fall der Fälle vorgebaut: "Es geht immer weiter. Es gibt keinen Menschen auf der Welt, der irgendwann nicht zu ersetzen sein muss. Spieler kommen, Spieler gehen. Dasselbe gilt auch für Trainer. Trainer kommen, Trainer gehen irgendwann auch."

Ancelotti war schon in den letzten Tagen als großer Favorit auf Guardiolas Nachfolge gehandelt worden. Der Italiener hat bisher Juventus Turin, AC Mailand, den FC Chelsea, Paris St.-Germain und Real Madrid trainiert. Mit Milan und den Königlichen gewann er auch die Champions League.

Guardiolas Zukunft ist weiter offen. Er wird indes weiterhin mit Manchester City in Verbindung gebracht. Aus der Premier League kämen außerdem der FC Chelsea und Manchester United infrage. Auch eine erneute Auszeit wie 2012/13, als der Katalane nach vier Jahren als Coach bei Barca ein Sabbat-Jahr einlegte, soll nach Medienberichten denkbar sein.

Franz Beckenbauer (70) bedauert Pep Guardiolas angekündigten Abschied von Rekordmeister Bayern München. "Es ist schade, dass Pep Guardiola aufhört. Ich hätte ihn gern länger beim FC Bayern gesehen", äußerte der Ehrenpräsident der Münchner bei Facebook. Guardiola (44) wird seinen im Sommer auslaufenden Vertrag nicht verlängern und womöglich zu Manchester City wechseln.

Die aktuelle Mannschaft, fügte Beckenbauer an, sei das Werk des 44-jährigen Katalanen, "die hat er aufgebaut, da stecken seine Gedanken und Ideen drin". Dennoch sei es nun mal so, dass man niemanden "auf ewig" binden könne. Zudem findet Beckenbauer, dass nach drei Jahren Guardiola in Carlo Ancelotti "ein perfekter Nachfolger" komme.

(can/sid)
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