1. Bundesliga 16/17
| 09.29 Uhr

Protest gegen Ticketpreise
Bayern-Fans wollen beim FC Arsenal erstmal draußen bleiben

Fotos: Polizei geht gewaltsam gegen Bayern-Fans vor
Fotos: Polizei geht gewaltsam gegen Bayern-Fans vor FOTO: dpa, av mr
London/München. Am Dienstag spielt der FC Bayern in der Champions League beim FC Arsenal und seine Fans sollen dafür kräftig bezahlen. Mit Versand und Gebühren sprengen die Ticketpreise fast die 100-Euro-Marke – die englischen Medien berichten ausführlich über die geplanten Proteste.

Noch haben die Fans in der Premier League nicht kapituliert. Mit der Aktion "Twenty's plenty" (20 Pfund sind genug) protestierten sie vor zwei Wochen gegen überteuerte Auswärtstickets. Die Debatte um die Preise im "Mutterland des Fußballs" ist inzwischen eng mit der dortigen Fankultur verknüpft – falls diese nicht schon längst zerstört ist.

Die Fans des FC Bayern geraten in der kommenden Woche damit in Berührung, wenn ihr Verein beim FC Arsenal in der Königsklasse zu Gast ist. 64 Pfund kosten die Tickets, zuzüglich der Vorverkaufsgebühren und Versandkosten mache das umgerechnet fast 100 Euro, schreiben die Fans.

"Eine solche Preisgestaltung macht jungen und sozialschwächeren Fans den Stadionbesuch unmöglich, zerstört mittelfristig die Fankultur und damit die Basis des Fussballs. In England ist diese Entwicklung bereits eingetreten", schreibt die einflussreiche Fangruppierung "Club Nr. 12" auf Facebook und ruft zum Teilboykott auf: "Wir werden die ersten 5 Minuten der Partie Arsenal - FC Bayern am 20. Oktober 2015 nicht in unseren Block im Stadion gehen, um auf die überhöhten Eintrittspreise aufmerksam zu machen."

Englische Medien haben den Post aufgegriffen und verweisen auf eine aktuelle Studie, nach der Premier-League-Tickets im Schnitt 54 Pfund kosten, Bundesliga-Tickets hingegen nur 23. Deutschland liegt in einem 25er-Ranking damit nur auf dem zehnten Platz und soll mit Abstand das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.

Nach dem Fünf-Minuten-Boykott wollen die Bayern-Fans dann ein anderes Statement setzen. "Wir wollen in den anschließenden 85 Minuten zeigen, was die Alternative ist und welche Bedeutung eine lebendige Fankultur für den Fussball hat", schreibt der "Club Nr. 12".

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