1. Bundesliga 17/18
| 16.31 Uhr

Neuer Bayern-Stürmer?
"Die Möglichkeiten werden limitiert sein"

Porträt: Das ist Karl-Heinz Rummenigge
Porträt: Das ist Karl-Heinz Rummenigge FOTO: dpa
München . Bayern Münchens Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge ist skeptisch, ob der Transfer eines neuen Stürmerstars im Winter sinnvoll und überhaupt finanzierbar ist.

"Wir stellen uns diese Frage. Die Möglichkeiten werden aber limitiert sein. Wer einen guten Spieler hat, der wird ihn nicht abgeben oder nur für horrendes Geld", sagte der ehemalige Nationalmannschaftskapitän im "Sky"-Interview.

Der 62-Jährige weiter: "Wir werden aber nicht bereit und nicht in der Lage sein, horrendes Geld für einen Transfer auszugeben. Vielleicht gibt es aber irgendeine gute Idee, die nicht dramatisch viel Geld kostet, aber die Sinn macht."

"Sanchez ist kein Mittelstürmer"

Der Chilene Alexis Sanchez vom FC Arsenal, der zwischenzeitlich ein heißer Kandidat bei den Bayern gewesen war, ist keine Option mehr. "Ich denke, dass sich Sanchez längst für einen Klub entschieden hat. Gehen Sie mal davon aus, dass diese Türe im Januar zu sein wird. Das ist kein Thema, und er ist auch kein direkter Ersatz für Robert Lewandowski, da er kein richtiger Mittelstürmer ist", betonte Rummenigge.

Der Vorstandschef des deutschen Rekordmeisters betonte erneut, dass der neue Trainer Jupp Heynckes nur bis zum Saisonende an der Säbener Straße tätig sein wird. "Für ihn war vom ersten Tag an klar, dass er diesen Job bis zum 30. Juni 2018 macht und dann in den mehr als verdienten Ruhestand gehen wird", betonte Rummenigge.

Bis dahin werde er aber Vollgas geben. "Er ist ein Mensch, der über unglaublich hohe Fußball-Qualifikation und viele Erfahrungswerte verfügt. Dazu hat er einen klaren Blick", so Rummenigge. Dementsprechend werde man Heynckes bei der Diskussion über seine Nachfolge "mit ins Boot ziehen, um die richtige Entscheidung zu finden".

Die Trennung von Carlo Ancelotti sei Rummenigge schwer gefallen. "Jupp Heynckes hat es gut auf den Punkt gebracht: Manchmal funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Trainer und Mannschaft nicht so gut, wie man sich das wünscht", so der einstige Weltklassestürmer und Italien-Legionär, "das gibt es, das hat aber nichts damit zu tun, dass man Hochachtung vor dem Trainer und dem Freund Ancelotti hat. Es war eine Entscheidung, die wir im professionellen Sinne zu Gunsten des FC Bayern fällen mussten."

(sid)
 
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