1. Bundesliga 16/17
| 10.05 Uhr

2:2 bei Juventus Turin
Bayern fliegen mit "mulmigem Gefühl" zurück nach München

Einzelkritik: Robben macht den Robben, Vidal den Vidal
Einzelkritik: Robben macht den Robben, Vidal den Vidal FOTO: afp, tlr
Turin. Nach dem spontanen Ärger über den vergebenen Sieg schlägt Karl-Heinz Rummenigge in seiner Rede beim Mitternachtsbankett des FC Bayern München betont positive Töne an. "Ich glaube, wir sollten nicht den Fehler machen und mit diesem Ergebnis hadern, auch wenn wir zwischenzeitlich 2:0 geführt haben", sagt der Bayern-Vorstandschef kurz nach Mitternacht, rund anderthalb Stunden nach dem 2:2 bei Juventus Turin.

Der verrückte Spielverlauf im Achtelfinal-Hinspiel sorgt dafür, dass die Champions-League-Kraftprobe zwischen dem deutschen und dem italienischen Meister in der entscheidenden zweiten Partie in drei Wochen in München spannend bleibt. Allerdings mit Vorteilen für den Gastgeber. "Das ist ein sehr, sehr gutes Ergebnis, das uns die Tür für die Qualifikation zum Viertelfinale sehr, sehr offen hält", erklärte Rummenigge: "Ich bin optimistisch, dass die Mannschaft mit unserem Trainergespann das in drei Wochen vollziehen wird."

Die 90 Minuten im Juventus Stadium haben Lust auf mehr gemacht. "Ich denke, es war eines der besten Champions-League-Achtelfinales, die ich je miterlebt habe", urteilte Rummenigge. Die eine Stunde lang absolut dominant auftretenden Bayern führten durch Thomas Müller (43.) und Arjen Robben (54.) verdient mit 2:0. Dann kippte die Begegnung plötzlich, die Defensivprobleme wurden plötzlich sichtbar, Paulo Dybala (63.) und Stefano Sturaro (76.) brachten Juve zurück ins Spiel. Das ärgerte die Bayern-Stars. "Man fährt mit einem mulmigen Gefühl nach Hause", haderte Nationaltorhüter Manuel Neuer im Stadion eben doch mit einem Spielausgang, der nicht nötig gewesen war.

Am 16. März reicht in der Münchner Arena trotzdem schon ein 0:0 oder 1:1 zum Weiterkommen. Darum sei man jetzt auch Favorit, erklärte Kapitän Philipp Lahm nach seinem 100. Champions-League-Spiel. "Wir spielen daheim, und wir wissen, was wir da leisten können", sagte Lahm. "Und wir müssen festhalten, wie wir Fußball gespielt haben.
Unser Plan ist vor allem in der ersten Halbzeit gut aufgegangen." Torschütze Robben hatte auch schon vor der Heimreise am Mittwoch den Plan fürs Weiterkommen im eigenen Stadion parat: "Wir müssen so spielen wie die ersten 60 Minuten – nur 30 Minuten länger."

(dpa)
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