1. Bundesliga 16/17
| 14.04 Uhr

Bayern-Sportvorstand adelt Nationalspieler
Sammer hält Boateng für den "besten Innenverteidiger der Welt"

Fotos: Jerome Boateng – Berliner, Abwehrchef, Weltmeister
Fotos: Jerome Boateng – Berliner, Abwehrchef, Weltmeister FOTO: dpa, hak nic
München. Für Bayern Münchens Sportvorstand Matthias Sammer ist Jerome Boateng "der beste Innenverteidiger der Welt. Wenn sie die Entwicklung bei Jerome in den letzten Jahren Revue passieren lassen, ist das einfach atemberaubend", lobte Sammer den 27-Jährigen im Audi Star Talk bei Sky überschwänglich.

Weltmeister Boateng, von Thomas Müller zuletzt sogar als "Kaiser" geadelt, sei gerade dabei, führte Sammer weiter aus, "dass irgendwann die nächste Generation sagen wird: Oh, der Junge spielt ja wie der Jerome Boateng damals. Das wäre das größte Kompliment, das man sich erarbeiten kann."

Boateng ist beim FC Bayern und in der Nationalmannschaft längst zur Führungsfigur gereift. "Kapitän in beiden Mannschaften zu sein, das wäre ein Traum! Es ist nicht so, dass ich jetzt unbedingt darauf hinarbeite, aber es wäre eine große Ehre für mich", sagte der Nationalspieler.

Er glaube, fügte er an, "dass ich jetzt auch in dem Alter bin und mich dahin entwickelt habe, Verantwortung zu übernehmen. Ich mag es einfach Verantwortung zu haben. Und auch mit dem Druck umzugehen, den man beim FC Bayern hat. Ebenso in der Nationalmannschaft, gerade jetzt nach der Weltmeisterschaft. Ich glaube nicht, dass mich das Kapitänsamt belasten würde."

Boateng: Italiener sind viel abgebrühter

Boateng erneuerte derweil seine Kritik an den schwachen Auftritten der Nationalmannschaft in Irland und gegen Georgien. "Jeder sollte sich da an die eigene Nase fassen – und wir auch als Team. Gerade das hat uns bei der Weltmeisterschaft ausgezeichnet, dass wir als Team gearbeitet haben. Und nicht Abwehr so und Sturm so – sondern alle zusammen", sagte der Innenverteidiger.

"Und wenn jetzt eben einer weniger für den anderen tut, dann kommt halt so etwas dabei heraus", fügte Boateng an: "Deswegen habe ich auch gesagt, wir haben keine Super-Super-Stars, sondern jeder arbeitet für den anderen. Und es ist ein Geben und Nehmen zwischen Sturm, Mittelfeld und Abwehr."

Auch die schlechte Chancenverwertung der DFB-Elf monierte der 27-Jährige. "Es ist schon während der ganzen Qualifikation auffallend gewesen, dass wir unsere Tor-Chancen nicht nutzen, andere Mannschaften viel effektiver sind. Das ist das große Manko", meinte Boateng.

Zudem könne es "einfach nicht sein", dass das DFB-Team nach einer Führung "nachlässiger" wird: "Andere Teams, wie zum Beispiel die Italiener, sind da viel abgebrühter. Die Spielen ein Spiel auch einmal nach Hause. Das müssen wir noch lernen!"

(sid)
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