1. Bundesliga 16/17
| 13.33 Uhr

Champions League am Dienstag
Bayern-Taktik: Kein "Kamikaze" gegen Porto

Fotos: Bayern-Stars reisen mit gesenktem Haupt aus Porto ab
Fotos: Bayern-Stars reisen mit gesenktem Haupt aus Porto ab FOTO: dpa, shp nic
München. Der FC Bayern glaubt an eine erfolgreiche Aufholjagd gegen den FC Porto, will aber im Rückspiel um den Einzug ins Champions-League-Halbfinale keinesfalls übermotiviert zu Werke gehen.

"Was uns nicht passieren darf, ist, dass wir überdreht ins Spiel gehen und zu viel wollen. Wir dürfen nicht Kamikaze nach vorne laufen", sagte Thomas Müller am Montag zur Taktik. Nach der 1:3-Niederlage in Porto wäre ein 2:0-Erfolg im eigenen Stadion "kein fußballerisches Weltwunder", betonte der Weltmeister.

Philipp Lahm meldete sich für das Viertelfinal-Rückspiel am Dienstag (20.45 Uhr/Live-Ticker) nach einem Magen-Darm-Infekt einsatzbereit. "Keine Sorge, ich bin fit. Ich kann spielen", sagte der Kapitän bei einer Pressekonferenz in der Münchner Arena. "Wir haben keine gute Ausgangsposition, aber auch keine unmögliche. Wir nehmen die Aufgabe an und werden alles geben, um ins Halbfinale zu kommen", verkündete Lahm. "Der größte Vorteil zum Hinspiel ist, dass wir zu Hause spielen."

Fotos: Xabi Alonso verliert den Ball vor dem 0:1 FOTO: afp, pmm/raf

Auch Bastian Schweinsteiger könnte nach einer Fußverletzung und einem Infekt in den Kader zurückkehren. "Basti ist auch außerhalb des Platzes ein Anführer", sagte Lahm. Mit Franck Ribery rechnet Trainer Pep Guardiola nicht. Der Bayern-Coach geht persönlich "optimistisch", aber auch "realistisch" in sein 100. Pflichtspiel mit Bayern: "Ein 1:3 in der Champions League ist nicht einfach aufzuholen." Er sei "komplett überzeugt", dass seine Mannschaft alles versuchen werde, doch noch ins Halbfinale einzuziehen.

"Ich bin auch nächstes Jahr hier"

"Meine Zukunft ist Mittwoch Training, Donnerstag frei, Freitag Training, am Samstag gegen Hertha BSC die deutsche Meisterschaft sichern und nächstes Jahr hier: Das ist meine Zukunft", sagte der 44 Jahre alte Spanier vor der Partie am Dienstag gegen den FC Porto.

Fotos: Dante leistet sich Ballverlust vor dem 0:2 FOTO: Screenshot ZDF

Schon am Freitag hatte Guardiola betont, dass er seinen Vertrag beim FC Bayern bis 2016 auf jeden Fall erfüllen wolle. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge erklärte in den vergangenen Monaten wiederholt, dass der Verein den Vertrag mit Guardiola sogar gerne verlängern würde.

#JusticiaParaTopo

Guardiola wollte bei der Pressekonferenz am Montag in München aber noch eine ganz andere Botschaft los werden. Er trug ein schwarzes T-Shirt mit der Aufschrift "#JusticiaParaTopo". Damit wollte er an einen bei der WM in Brasilien verstorbenen argentinischen Journalisten erinnern.

Fotos: Boateng verschätzt sich vor dem 1:3 FOTO: Screenshot ZDF

Jorge Lopez, Spitzname Topo, war mit 38 Jahren an den Folgen eines Verkehrsunfalls verstorben. Bis heute sind die genauen Hintergründe nicht geklärt. "Letzte Woche hat mir die Familie das T-Shirt geschenkt. Ich bin heute aufgewacht und wusste, dass ich es anziehen werde", sagte Guardiola dazu. Lopez war ein Freund von Barcelonas Star Lionel Messi.

Historie spricht gegen die Bayern

Der FC Bayern steht im Viertelfinal-Rückspiel vor einer Aufgabe, die in der Vergangenheit stets unlösbar für ihn war. Der deutsche Rekordmeister schied in den K.o.-Runden im Europapokal bislang jedes Mal aus, wenn das Hinspiel auswärts mit zwei Toren verloren worden war.

Einmal konnten die Münchner einen 0:2-Rückstand aus dem Hinspiel aber auch aufholen, allerdings fand damals das Rückspiel auswärts statt. Ende 1988 beim Weiterkommen gegen Inter Mailand hatten die Bayern zu Hause verloren und legten dann in Mailand ein 3:1 nach.

Der Sportwettenanbieter bwin hat Zweifel am Erreichen des Halbfinales der Champions League durch den deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München. Nach der 1:3-Pleite beim FC Porto muss der FCB im Viertelfinal-Rückspiel um das Weiterkommen bangen. Mit der Quote von 1,87 sieht das Unternehmen die Münchner mit Blick auf das Erreichen der Vorschlussrunde nur auf Augenhöhe mit den Portugiesen (ebenfalls 1,87).

(dpa)
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