1. Bundesliga 16/17
| 17.03 Uhr

40 Namen für Ancelotti
Kein Tag ohne Bayern-Transfergerücht

FC Bayern München: Kein Tag ohne Transfergerücht
Ousmane Dembélé ist einer der Namen, der mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht wird. FOTO: afp, DM-rt
München. Trainer Carlo Ancelotti ist noch gar nicht da, da wird um die Besetzung seiner künftigen Mannschaft bei Bayern München schon wild spekuliert.

Am Sonntag meldete Bayern München endlich Vollzug. Gerüchte und Spekulationen hatte es schon eine ganze Weile gegeben, doch jetzt habe sich dieser "Spitzenspieler" tatsächlich für den Klub entschieden, hieß es vonseiten der Verantwortlichen stolz. Und der Neue, einer der Top 3 seines Jahrgangs in Deutschland, pries bereits die "leistungsstarke Mannschaft", in der er ab der kommenden Saison spielen werde.

Daniel Rinderer wird der Tischtennis-Abteilung des FC Bayern gut zu Gesicht stehen. Der 14-Jährige vom TV Ruhmannsfelden gilt als "Boll aus dem Bayerwald". Fußball spielt das Talent aber nur so nebenbei. Was neue Topkicker für die nächste Spielzeit angeht, müssen sich die Fans des Rekordmeisters gedulden.

Wobei: Es vergeht kaum ein Tag, an dem kein neuer Name "heiß" gehandelt wird. Die Bayern und Transfergerüchte - da klickt der User schon immer gerne rein. Seit bekannt ist, dass Carlo Ancelotti im Sommer Bayern-Coach Pep Guardiola beerben wird, sind der Phantasie aber scheinbar keine Grenzen mehr gesetzt.

Das belegt allein eine kleine Auswahl der Spekulationen der vergangenen Tage. Der FC Bayern buhlt um Inter Mailands Abwehrspieler Jeison Murillo (Gazzetta dello Sport). Ancelotti will seinen Ex-Schützling Pepe von Real Madrid (OK Diario). Das Objekt der Begierde heißt Alvaro Morata von Juventus Turin (La Stampa). Ousmane Dembélé und Paul-Georges Ntep von Stade Rennes sowie Monacos Thomas Lemar werden beobachtet (kicker).

Rummenigge gibt keinen Kommentar ab

Der Branchenführer transfermarkt.de listet unter der Rubrik "Gerüchte um Zugänge" beim FC Bayern stolze 40 Namen. Bei keinem einzigen schätzen die Experten den "Wahrheitsgehalt" der Spekulation auf über 30 Prozent. Dembélé, ein 18 Jahre alter, antrittsschneller Stürmer mit zwölf Saisontoren in der Ligue 1, hat den Topwert - mit gerade einmal 29 Prozent.

Karl-Heinz Rummenigge möchte zu all den angeblichen Treffen zwischen Ancelotti und seinen möglichen künftigen Bayern-Stars "keinen Kommentar" abgeben. "Über Personalpolitik reden wir in der Öffentlichkeit nicht", sagt der Vorstandschef. Der FC Bayern wolle "das Spiel der Berater nicht mitspielen", die den Preis ihrer Schützlinge auch über gezielt gestreute Medienberichte hochzutreiben suchten.

Stattdessen machen sie lieber im Stillen Nägel mit Köpfen - zunächst beim bestehenden Personal. Nach David Alaba, Jérôme Boateng, Javi Martínez und Thomas Müller dürfte in Kürze auch Robert Lewandowski seinen Vertrag bis 2021 verlängern. Douglas Costa und Joshua Kimmich sind bis 2020 gebunden, die Arbeitspapiere weiterer fünf Profis laufen bis 2019. Ein Trio um Kapitän Philipp Lahm ist bis 2018 festgelegt - damit steht das Gros von Ancelottis Mannschaft.

Die Verträge weiterer sieben Spieler laufen zum Ende der ersten Saison des Italieners in München aus, darunter die von WM-Held Mario Götze oder der Superstars Franck Ribéry und Arjen Robben. Aus Sicht der Bayern kein Grund, in Panik zu verfallen - weder beim Vertragspoker, noch auf dem Transfermarkt.

"Wir geben die Pace vor, wir bestimmen, was passiert", sagt Sportvorstand Matthias Sammer. Die Konkurrenten und Gerüchtestreuer könnten da "strampeln, wie sie wollen".

(sid)
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