1. Bundesliga 16/17
| 14.35 Uhr

Bayern München
Länderspiel ändert Guardiolas Meinung über Götze nicht

Fotos: Müller verteilt Ohrfeigen an Torschütze Götze
Fotos: Müller verteilt Ohrfeigen an Torschütze Götze FOTO: dpa
München. Mario Götze wird beim FC Bayern auch in den letzten Wochen der Saison vermutlich einen schweren Stand haben. Offen ist zudem, wie lange Superstar Arjen Robben fehlen wird.

WM-Held Mario Götze hätte gegen Italien wohl auch fünf Tore schießen können - an seiner unbefriedigenden Situation in München hätte sich im Saison-Endspurt so oder so wohl nicht mehr viel geändert. Bayern-Trainer Pep Guardiola zeigte sich vom starken Länderspiel-Auftritt mit dem Kopfballtreffer des 23-Jährigen beim 4:1 wenig beeindruckt.

"Ich kenne Mario, aber das beeinflusst mich nicht für das nächste Spiel, das ändert meine Meinung über Mario nicht", sagte der Coach des Fußball-Rekordmeisters vor der Partie am Samstag (15.30 Uhr/Live-Ticker) gegen Eintracht Frankfurt.

Die Muskelverletzungen des FC Bayern FOTO: dpa, chr fpt

In den vergangenen Wochen hatte Guardiola Götze zumeist links liegen gelassen. Er habe eben "manchmal sieben Stürmer. Ich habe das so entschieden", meinte er dazu lapidar.

Guardiola lobt Götze in den höchsten Tönen

Götze wird es schon nicht mehr hören können, dass Guardiola ihn dennoch bei jeder Gelegenheit in den höchsten Tönen lobt - so auch am Freitag. Er habe "großen, großen Respekt vor Mario, seiner Karriere und seiner Zukunft. Er verdient das Beste", sagte er. Götze könne "in allen Systemen der Welt spielen, natürlich kann er spielen, auch bei Bayern München", fügte Guardiola an.

Auch die Kritik des TV-Experten Mehmet Scholl wies er entschieden zurück. "Ich habe über Mario nie schlecht gesprochen, weil er mir keinen Grund gegeben hat. Er ist einer der besten Profis, da gibt es keinen Zweifel", sagte er zum wiederholten Male und fügte an: "Er ist einer der besten Spieler, die ich in meiner Karriere getroffen habe. Er ist ein guter Mensch."

Fotos: Löw kümmet sich um "Sorgenkind" Götze FOTO: afp

Als Fußballer ist Götze aber offensichtlich nicht gut genug, um Guardiolas Gunst zu erhalten. Auf Nachfragen zu seiner misslichen Lage hatte der hoch veranlagte Mittelfeldspieler nach seinem 50. Länderspiel am Dienstag ausweichend geantwortet.

"Wer den Fußball liebt, will auf dem Platz stehen und spielen", sagte Götze. Er spiele für sich, fügte er an. Und: "Ich lebe im Hier und Jetzt. Für mich zählt, dass ich gesund und fit bin, und dann freue ich mich auf die kommende Zeit." Ob er damit schon die neue Saison gemeint hat?

Götze zurück zum BVB – oder zu Klopp?

Eine Zukunft in München ist nach derzeitigem Stand unwahrscheinlich, auch wenn Guardiola durch Carlo Ancelotti ersetzt wird. Spekuliert wird bereits über eine Rückkehr Götzes zu Borussia Dortmund, aber auch dem FC Liverpool mit Ex-Coach Jürgen Klopp wird Interesse an dem Offensivspieler nachgesagt.

Bei einem weiteren Bayern-Star ist die nähere Zukunft ebenfalls ungewiss, doch dies liegt bei Arjen Robben an einer erneuten Muskelverletzung. "Ich weiß nicht, ich hoffe bald. Das ist eine Frage für die Ärzte", sagte Guardiola zu Robbens möglicher Rückkehr. Gegen Frankfurt und am Dienstag (20.45 Uhr/Live-Ticker) im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Benfica Lissabon ist der 32-Jährige aber noch kein Thema.

Dabei stehen für die Bayern "die wichtigsten zwei Monate des Jahres bevor. Man kann es mit dem Abitur vergleichen: Nach monatelangem Büffeln stehen nun endlich die Prüfungen an", betonte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Für Guardiola ist "jedes Spiel ein Finale". Götze wäre dafür ein echter Spezialist.

(areh/sid)
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