1. Bundesliga 17/18
| 18.09 Uhr

Rummenigge über Wagner und Neuer
"Wir haben viel Zeit"

Porträt: Das ist Karl-Heinz Rummenigge
Porträt: Das ist Karl-Heinz Rummenigge FOTO: dpa
München. Der FC Bayern will sich in den Verhandlungen um eine Verpflichtung von Nationalstürmer Sandro Wagner nicht drängen lassen. Die Münchner haben den 28-jährigen Hoffenheimer ins Visier genommen, um einen Backup für Torjäger Robert Lewandowski im Kader zu haben.

"Bekanntermaßen macht der Transfermarkt am 1. Januar auf. Wir haben viel Zeit und Ruhe, um zu überlegen und die richtige Entscheidung zu finden", sagte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge am Dienstag vor dem Abflug des deutschen Meisters zum Champions-League-Auswärtsspiel beim RSC Anderlecht.

 "Wir haben bestätigt, dass es Gespräche zwischen den Vereinen gegeben hat. Es ist aber gleichzeitig auch vereinbart worden, dass man keine Wasserstandsmeldungen abgibt. Wir werden das intern diskutieren und dann wird man weitersehen", sagte Rummenigge.

Der siebenmalige Nationalspieler Wagner hat bei 1899 Hoffenheim noch einen Vertrag bis 2020. Für den 1,94 Meter großen Stürmer dürfte eine zweistellige Millionensumme als Ablöse fällig werden. Ein Sieg in Anderlecht am Mittwochabend (20.45 Uhr) wäre angesichts einer Uefa-Siegprämie von 1,5 Millionen Euro nicht schlecht.

Angesichts des langfristigen Ausfalls von Fußball-Nationaltorhüter Manuel Neuer hat Rummenigge indes die gute Entwicklung von Vertreter Sven Ulreich hervorgehoben. "Mit dem Aufschwung und der Rückkehr von Jupp Heynckes ist er stabiler geworden. Er hält gut und hat viel Selbstvertrauen", lobte er den 29 Jahre alten Ulreich. "Er hat einen großen Beitrag dazu geleistet, dass wir viele Spiele zu Null gespielt haben. Wir sind sehr zufrieden mit seiner Entwicklung. Das ist wichtig gewesen nach dem Ausfall von Manuel Neuer."

Seit dem erneuten Mittelfußbruch von Welttorhüter und Kapitän Neuer ist Ulreich beim Rekordmeister so wichtig wie nie zuvor. Das könnte der Mann mit einem Vertrag bis zum Saisonende noch länger bleiben: Denn wann Neuer wieder zwischen den Pfosten steht, ist ungewiss.

"Er ist so im Soll, wie die Ärzte das prognostiziert haben. Er wird bald die Krücken ablegen und in die Reha gehen. Alles ist so, wie die Ärzte es vorausgesagt haben. Ich weiß aber nicht, ob er zum Rückrundenstart schon wieder zur Verfügung steht", sagte Rummenigge.

Neuer hat in diesem Jahr drei Brüche am linken Mittelfuß erlitten. Er kehrte zweimal nur kurz ins Tor des FC Bayern zurücvk. Für die deutsche Nationalmannschaft konnte er in diesem Jahr kein Länderspiel absolvieren.

(dpa)
 
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