1. Bundesliga 17/18
| 16.16 Uhr

Schwiegervater dementiert
"Mark wird nicht Sportdirektor bei Bayern"

Porträt: Das ist Uli Hoeneß
Porträt: Das ist Uli Hoeneß FOTO: AP
Singapur. Schon bald will der FC Bayern einen Sportdirektor als Nachfolger für Matthias Sammer präsentieren. Präsident Uli Hoeneß kündigt eine Lösung bis Anfang September an. Mark van Bommel soll der heißeste Kandidat sein, dessen Schwiegervater weiß aber von nichts.

Der FC Bayern München will in naher Zukunft einen neuen Sportdirektor vorstellen. Diese überraschende Ankündigung machte Vereinspräsident Uli Hoeneß am Montag während der Asienreise des deutschen Rekordmeisters. "Ich denke, dass wir in der nächsten Zeit einen Sportdirektor präsentieren werden", sagte der 65 Jahre alte Hoeneß in Singapur und konkretisierte auf Nachfrage den Zeitraum auf die nächsten sechs Wochen. Die Bundesliga-Saison beginnt am 18. August, die Sechs-Wochen-Frist reicht bis Anfang September.

Van Bommel ist der Top-Kandidat

Das ist Mark van Bommel FOTO: dpa, Marcel Van Hoorn

Über mögliche Kandidaten mochte Hoeneß öffentlich nicht groß reden. Angesprochen auf den langjährigen Bayern-Kapitän Oliver Kahn (48), der unter anderem als Experte für das "ZDF" arbeitet, antwortete der Aufsichtsratsvorsitzende: "Wir wollen jetzt nicht hier auf den Basar gehen. Wir werden das rechtzeitig mitteilen." Kurz darauf sagte er der "Sport Bild": "Oliver Kahn hat uns klar gesagt, dass er nicht Sportdirektor werden will. Darum ist er auch kein Thema." Kahn will sich weiter seiner Unternehmer-Karriere widmen.

Laut "Eurosport" ist der frühere Bayern-Kapitän Mark van Bommel Top-Kandidat auf die Nachfolge von Matthias Sammer. Der Niederländer gilt demnach als Wunschlösung von Hoeneß, der van Bommel zuletzt bereits als neuen Assistenten von Cheftrainer Carlo Ancelotti hatte installieren wollen. Van Bommel (40) stand aber bei PSV Eindhoven im Wort, wo er die U19 coacht. Der einstige "aggressive leader", der von 2006 bis 2011 das Bayern-Trikot getragen hatte, fordert angeblich keinen Platz im Vorstand.

Mark van Bommel verabschiedet sich von seinen Fans FOTO: afp, MARCEL VAN HOORN

Allerdings dementierte dessen Schwiegervater, der frühere BVB-Coach Bert van Marwijk, die Personalie bei "Sport1". "Mark wird nicht Sportdirektor bei Bayern, er ist in Eindhoven Trainer bei der U19 und das macht ihm großen Spaß. Wenn er zu Bayern gehen würde oder mit denen verhandeln würde, dann hätte ich es gewusst", sagte er.

Die Position des Sportdirektors ist beim Rekordmeister seit einem Jahr vakant. Damals war Matthias Sammer (49), der vier Jahre lang Sportvorstand gewesen war, nach gesundheitlichen Problemen auf eigenen Wunsch aus dem Bayern-Vorstand ausgeschieden.

Bayern gegen Real: Verrücktes Bernabeu FOTO: RPO

"Ich bin glücklich mit und ohne"

Bayern-Trainer Carlo Ancelotti reagierte zurückhaltend auf die Tatsache, dass er in Kürze einen weiteren engen Mitarbeiter an seine Seite bekommt. "Ich bin nicht eingebunden in diese Entscheidung", sagte er bei der Pressekonferenz zum Spiel gegen den FC Chelsea an diesem Dienstag in Singapur gegen den FC Chelsea. Es sei eine Angelegenheit des Vereins. "Ich bin glücklich mit und ohne."

Philipp Lahm, der seine Profi-Karriere vor zwei Monaten beendet hatte, hatte den Posten nach Gesprächen mit der Bayern-Führung ausgeschlagen. "Deshalb stellt sich die Frage jetzt kurzfristig nicht", sagte Hoeneß über Lahm. Der langjährige Kapitän habe die Entscheidung getroffen, "dass er das jetzt nicht machen will. Und Sportdirektor wollte er eh nicht werden", sagte Hoeneß.

Lahm äußerte sich anlässlich seiner Auszeichnung als Fußballer des Jahres im Fachmagazin "Kicker" (Montag), das diese Wahl alljährlich durchführt, zurückhaltend zu einer möglichen Rückkehr zum FC Bayern in der Zukunft. Aktuell sei das für ihn gar kein Thema. "Was dann irgendwann passiert, werden wir sehen – aber gerade beschäftige ich mich beruflich nicht mit dem FC Bayern", sagte der 33-Jährige.

(dpa/sid)
 
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