1. Bundesliga 16/17
| 14.29 Uhr

Champions League
Guardiola droht Spielern vor bedeutungslosem Duell in Zagreb

FC Bayern München: Pep Guardiola droht Spielern
Bayern-Trainer Pep Guardiola hat seine Spieler vor der Partie in Zagreb unter Druck gesetzt. FOTO: ap
Zagreb. Sportlich bedeutungslos? Pep Guardiola schüttelte den Kopf. "Ich erwarte das Beste von meinen Spielern", sagte der Trainer von Bayern München vor dem abschließenden Gruppenspiel in der Champions League am Mittwoch (20.45 Uhr/Live-Ticker) bei Dinamo Zagreb bestimmt, und drohte den hochbezahlten Profis: "Wenn ihnen die Konzentration fehlt, werden sie ein Problem mit mir bekommen. Es ist kein Freundschaftsspiel, es geht ums Prestige – für Bayern München, die Spieler und den Trainer", betonte der Katalane.

Allerdings: Guardiola setzt in der kroatischen Hauptstadt auf eine B-Elf – ohne den geschonten Manuel Neuer, für den Sven Ulreich zu seinem zweiten Pflichtspiel für den FC Bayern kommt. Dafür steht Thiago wieder zur Verfügung; Franck Ribery dürfte nach seinem Comeback beim 1:3 der Münchner in Mönchengladbach sogar von Beginn an spielen. Außerdem hat Guardiola die Talente David Hundertmark (Tor), Fabian Benko, Niklas Dorsch und Julian Green mitgenommen.

Die "Bubis" sollen helfen, Gladbach vergessen zu machen. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge appellierte nach dem dortigen "Wachrüttler" an die Mannschaft, sie müsse "noch mal ein Stück zusammenrücken". Bei der Jagd auf das Triple befinde sich der Klub in einem "ganz wichtigen Moment". "Wir haben eine Chance, in diesem Jahr alles zu packen. Wir haben eine Chance", sagte Rummenigge am Sonntag bei der internen Weihnachtsfeier, "aber wir haben nur eine Chance, wenn wir noch mal alles dem FC Bayern unterordnen."

Und zwar ab sofort – "damit wir hoffentlich zufrieden unterm Weihnachtsbaum sitzen", wie Rummenigge am Dienstag vor dem wegen starken Verkehrs am Münchner Flughafen um 45 Minuten verzögerten Abflug betonte. Zwar habe das Spiel in Zagreb nur "statistischen Wert" – die Bayern sind als Gruppensieger bereits fürs Achtelfinale qualifiziert. Und doch: Neben Prestige und Geld (ein Sieg bringt 1,5 Millionen Euro Prämie) steht auch der weitere Saisonverlauf auf dem Spiel.

Guardiola muss der Mannschaft die Stabilität vermitteln, die in Gladbach fehlte. Gelingt das nicht, könnte er gerade in der Königsklasse – wie in seinen ersten beiden Jahren mit den Pleiten im Halbfinale gegen Real Madrid und den FC Barcelona – abermals scheitern. Dann ginge Guardiola, der über seine Zukunft noch immer nicht entschieden hat, im Sommer womöglich als Unvollendeter.

In Zagreb wird er rotieren lassen, damit möglichst viele Spieler ausgeruht in die beiden letzten Bundesligaspiele vor der Winterpause und das Achtelfinale im DFB-Pokal gegen Darmstadt 98 gehen. Ulreich freut sich auf ein "Riesenerlebnis". Er habe "lange von der Champions League geträumt", sagte der Ersatztorwart mit einem Funkeln in den Augen. Wie Neuer dürfte Guardiola auch Jerome Boateng schonen, weil der Abwehrchef nach einer weiteren Gelben Karte gesperrt wäre.

Doch die Möglichkeiten des Trainers sind begrenzt. Holger Badstuber ist nach seiner Roten Karte gegen Piräus gesperrt; David Alaba, Juan Bernat, Douglas Costa, Mario Götze und Arjen Robben sind nicht einsatzbereit. Aber egal, mit welcher Mannschaft - Lahm glaubt an die vom Trainer eingeforderte Gier der Bayern. "Das Beeindruckende an der Mannschaft ist, dass sie alle drei, vier Tage mit Energie aufs Feld geht und versucht zu gewinnen", sagte er. Das dürfte erst recht nach einem "Wachrüttler" gelten.

(seeg/sid)
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