1. Bundesliga 16/17
| 10.53 Uhr

Bayern-Trainer
Guardiolas größter Reiz ist Macht

FC Bayern München: Pep Guardiola geht es nicht zuallererst um das Geld
Geht er oder bleibt er? Pep Guardiola. FOTO: ap, DMV
München/Düsseldorf. Der Trainer des FC Bayern München soll sich gegen eine Fortsetzung seines Engagements beim deutschen Rekordmeister entschieden haben - das berichten zumindest spanische Medien. Es geht dem 44-Jährigen nicht zuallererst um Geld. Von Gianni Costa

Karl-Heinz Rummenigge hat die bajuwarische Fußballseele vorsorglich schon einmal auf alle erdenklichen Szenarien eingestimmt. "Das Gespräch mit Pep Guardiola findet nach dem letzten Spieltag der Hinrunde statt. Dann gibt es eine Weihnachtsüberraschung - so oder so", hatte Vorstandschef Rummenigge gesagt. Am Wochenende gastiert der deutsche Rekordmeister nun also zum Abschluss des Jahres bei Hannover 96 - und schon im Vorfeld wird munter darüber spekuliert, wie es um die Zukunft von Guardiola bestellt ist. Die spanische Zeitung "Marca" will die Antwort bereits kennen und hat vermeldet, der 44-Jährige habe sich gegen eine Fortsetzung seines Engagements in München entschieden. Eine Quelle für diese Erkenntnis nannte das Blatt indes nicht.

Es ist gut möglich, dass sich Guardiola tatsächlich so entscheidet und nach dann drei Jahren wieder weiterzieht - ganz unabhängig von der Frage, welche Titel er am Saisonende mit dem FC Bayern gewonnen haben wird. Die entscheidende Frage ist: Worum geht es ihm? Sportlich hat er in München Bedingungen, um auch in den kommenden Jahren auf höchstem Niveau um Titel mitspielen zu können. Mit dem FC Barcelona hat er bereits 2009 und 2011 als Verantwortlicher die Champions League gewonnen.

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Beim FC Bayern ist Guardiola indes nicht der Alleinherrscher. An der Säbener Straße gibt es ein kompliziertes Geflecht von Kompetenzen. Über allem schwebt noch immer Uli Hoeneß als Strippenzieher, dazu tummeln sich noch Rummenigge und Sportvorstand Matthias Sammer - jeder will bei Entscheidungen maximal wichtig mitreden und auch seine Ideen einbringen. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass der ohnehin schon mächtige Guardiola noch weitere Kompetenzen zugestanden bekommt und damit alle um ihn herum im Prinzip zu Grüßonkeln degradiert werden. Die Bayern wollen den Spanier unbedingt halten - aber nicht um jeden Preis. Das würde komplett dem Selbstverständnis des Vereins widersprechen. In der englischen Premier League, wohin es ihn ziehen könnte, ist der Teammanager dagegen immer für den kompletten sportlichen Bereich veranwortlich.

"Ich bin gespannt. Wir warten jetzt auf eine Entscheidung und dann schauen wir mal, wie es ausgeht", bekundete Nationaltorhüter Manuel Neuer nach dem 1:0 im DFB-Pokal gegen Darmstadt. Ausreichend positive Stimmen für den Verbleib von Guardiola gibt es - bleibt das Warten auf sein "Ja" oder "Nein". Es ist klar, was man sich in München wünscht: Pep.

Quelle: RP
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