1. Bundesliga 16/17
| 18.41 Uhr

Bayern-Kapitän
Lahm auf den Spuren von Hoeneß und Rummenigge

FC Bayern München: Philipp Lahm soll in Führungsebene aufsteigen
Philipp Lahm soll in der Zukunft eine wichtige Rolle in Bayern Führungsetage übernehmen. FOTO: dpa, shp
München. Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge stellen bald wieder zusammen die Weichen bei Bayern München. Ab 2018 soll dann auch Kapitän Philipp Lahm in die Führungsebene aufsteigen.

Noch gibt Philipp Lahm als Kapitän auf dem Platz die Kommandos - doch schon in zwei Jahren könnte der 32-Jährige im Vorstand von Bayern München eine Führungsposition übernehmen. Er könne sich "vorstellen, dass Philipp für den Verein in der Zukunft auch außerhalb des Platzes eine wichtige Rolle spielen könnte", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge der Süddeutschen Zeitung.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Name Lahm, der 2018 seine Karriere beenden will, fällt, wenn es um die Zukunft des deutschen Fußball-Rekordmeisters geht. Zumal der Posten des Sportvorstands seit dem Rücktritt von Matthias Sammer vakant ist. Es habe noch keine Gespräche gegeben, sagte Lahm unlängst, "aber grundsätzlich kann ich mir alles vorstellen".

Rummenigge will Weichen stellen

Schon jetzt sind Rummenigge (60) und ab November auch wieder Uli Hoeneß (64) als Präsident und Aufsichtsrat bemüht, die Weichen im Klub zu stellen und geeignete Nachfolger aufzubauen - und die sollten wenn möglich über das Bayern-Gen verfügen. "Der Idealfall wäre das natürlich, siehe Philipp Lahm, aber es ist nicht zwingend", meinte Rummenigge. Qualifikation gehe immer vor "Stallgeruch".

Doch die nötige Qualifikation für Führungsaufgaben schreibt der Bayern-Boss offensichtlich nicht nur Lahm zu, den er zuletzt als "Giganten" würdigte. Vergangenes Jahr hatte Rummenigge auch Manuel Neuer und Thomas Müller sowie Bastian Schweinsteiger als mögliche Kandidaten für einen Posten in der Münchner Chefetage genannt.

"Das sind nicht nur gute Fußballer, sondern auch gescheite Menschen. Ihnen würde ich das zutrauen", sagte er der Welt am Sonntag. Auch der Name des Ex-Münchners Max Eberl, derzeit (noch) Manager bei Borussia Mönchengladbach fiel in den letzten Wochen auffällig oft, wenn es um einen geeigneten Ersatz für Sammer ging.

Noch sei intern nicht über Namen diskutiert worden, versicherte Rummenigge im SZ-Gespräch, aber die Nachfolgeregelung für Sammer aber auch für Hoeneß und ihn selbst sei "sicher eine Aufgabe, der wir uns in nicht ferner Zukunft zu stellen haben". Zumal er "weit davon entfernt" sei, "uns für unersetzlich zu halten".

Für Lahm spricht viel

Für Lahm würde auf jeden Fall sehr viel sprechen - egal in welcher Position beim FC Bayern. "Philipp ist als Rechtsverteidiger nach wie vor Weltklasse. Aber auch seine Entwicklung neben dem Rasen gefällt mir sehr, er ist auch für mich als Vorstandschef ein nicht nur angenehmer, sondern auch sehr qualifizierter Gesprächspartner", unterstrich Rummenigge.

Lahm wechselte 1995 als Zwölfjähriger von der FT Gern zum FC Bayern und ist dem Rekordmeister trotz diverser Angebote treu geblieben. Als ehemaliger Kapitän der Nationalmannschaft und aktueller der Bayern verfügt er über Führungsqualitäten. Zudem ist der 32-Jährige seit 2015 Gesellschafter eines Unternehmens (Sixtus) und bekommt da erste Einblicke in Management-Aufgaben.

Ein Erfolgsgeheimnis des Rekordmeisters sei laut Rummenigge schon immer gewesen, "dass der FC Bayern der einzige Klub auf diesem Niveau ist, der noch eigene Gesichter zu bieten hat". Das soll auch in Zukunft so bleiben.

(ems/sid)
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