1. Bundesliga 16/17
| 11.04 Uhr

Sieben Spiele in drei Wochen
Für den FC Bayern geht die Saison jetzt "richtig los"

Bayern - Bremen
Bayern - Bremen FOTO: afp, CS
München. Mit dem Auswärtsspiel bei Schalke 04 beginnt am Freitag die Saison für Bayern München so richtig. Auch die Arbeit von Trainer Carlo Ancelotti wird erste belastbare Konturen zeigen.

Es ging bisher alles scheinbar locker und flockig von der Hand bei Fußball-Rekordmeister Bayern München. Noch ehe die Bundesliga-Saison so richtig begonnen hatte, wurde deshalb über eine neuerlich drohende Langeweile diskutiert. Ob aber die Dominanz tatsächlich alles erdrückt, werden die kommende Wochen schon etwas genauer umreißen. Sieben Pflichtspiele in 22 Tagen erwarten Bayern München, auch Trainer Carlo Ancelotti dürfte danach schon ein ganzes Stück schlauer sein.

Mit dem durchaus brisanten Gastspiel am Freitagabend bei Schalke 04 (20.30 Uhr/Sky) "geht die Saison jetzt richtig los, die englischen Wochen kommen", wie Joshua Kimmich nach seiner Rückkehr vom Länderspiel in Norwegen sagte. Es folgen der Champions-League-Auftakt am kommenden Dienstag gegen den FK Rostow, weitere vier Bundesligapartien sowie die Halbfinal-Revanche in der Königsklasse bei Atletico Madrid (28.9.).

Die Diskussion um die Langweile ist den Münchnern nach dem 6:0-Auftakt gegen Werder Bremen ohnehin herzlich egal. "Wir wissen, dass es eine schwierige Saison wird und wollen uns weiter verbessern", sagte der noch verletzte Fußballer des Jahres Jerome Boateng kürzlich. Denn die Konkurrenten wie Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und Borussia Mönchengladbach seien ja "auch nicht schlechter geworden". Langweilig, meinte Kapitän Philipp Lahm diese Woche bei einem PR-Termin in Berlin, werde es sowieso "nie".

Das liege aus seiner Sicht auch daran, dass der FC Bayern den Generationswechsel weiter vorantreiben müsse. Arjen Robben, Franck Ribery, Xabi Alonso oder er selbst würden "nicht jünger. Es ist wichtig, dass sich der Verein frühzeitig Gedanken macht: Was passiert eigentlich, wenn diese Spieler peu à peu aufhören und wegbrechen? Das ist eine große Aufgabe", sagte Lahm der Sport Bild.

In Teilen ist dies ja bereits geschehen. Ob Torwart Manuel Neuer, Thomas Müller, Boateng, David Alaba, Douglas Costa, Kimmich oder Javi Martínez, dazu die Neuzugänge Mats Hummels und Renato Sanches - sie alle besitzen Verträge über mindestens noch vier Jahre. Der FC Bayern ist längst ein Projekt 2020. "Die Fans brauchen sich keine Sorgen um die Zukunft machen", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge bereits vor einer Weile.

Auch die Gegenwart gibt ja kaum Anlass zum Mäkeln, zumal sich eine weitere Verschärfung des Konkurrenzkampfes abzeichnet. Die Flügelspieler Robben (Adduktorenverletzung) und Kingsley Coman (Sprunggelenk) sowie Boateng (Muskelbündelriss) machen stetige Fortschritte, die baldige Rückkehr weiterer potenzieller Leistungsträger deutet sich damit an.

Das Spiel auf Schalke kommt für sie jedoch zu früh, dafür könnten jedoch der hoch gepriesene Youngster Sanches seinen Bundesligaeinstand und der Brasilianer Costa sein Saisondebüt feiern. Besonders auf den portugiesischen Europameister ist die gesamte Liga neugierig. Er sei "ein Phänomen", hatte Ancelotti über den 19-Jährigen gesagt. Nach Langeweile klingt das erstmal nicht.

(ems/sid)
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