1. Bundesliga 16/17
| 14.51 Uhr

Bayern gegen Juve
Aus gegen AC Mailand nach 2:2 als warnendes Beispiel

Robben trifft in Turin in Robben-Manier
Robben trifft in Turin in Robben-Manier FOTO: afp, tlr
Die Historie warnt den FC Bayern. Schon einmal spielte der deutsche Rekordmeister in der Champions League im Hinspiel einer K.o.-Runde gegen eine italienische Mannschaft auswärts 2:2 und schied danach aus.

In der Saison 2006/07 hatte Daniel van Buyten den Bayern im Viertelfinale mit seinen beiden Toren in Mailand eine hervorragende Aufgangsposition für das Rückspiel verschafft. Doch in München verlor das Team des damaligen Bayern-Trainers Ottmar Hitzfeld mit dem heutigen Kapitän Philipp Lahm nach Treffern von Clarence Seedorf und Filippo Inzaghi für Milan mit 0:2.

Bayern München würde zwar schon ein schnödes 0:0 würde reichen, aber auf nervenaufreibende Zitterspielchen wollen sich die Bayern gar nicht erst einlassen. "Wir sind keine 0:0-Mannschaft", erklärte Weltmeister Thomas Müller der am Dienstag beim Abschlusstraining im Schneetreiben von München als einer der wenigen Bayern-Akteure in kurzer Hose auflief. Der erkältete Arjen Robben fehlte auf dem Platz - bei angeschlagener Gesundheit sollte er nicht der winterlichen Kälte ausgesetzt werden.

Robben fehlt beim Abschlusstraining FOTO: dpa, geb htf

"Wir sind eine Mannschaft, die nach vorne spielt, die Tore schießen will", sagte Lahm. Gerade zuhause: "Wir wissen, wie stark wir in der Allianz Arena sind." 

Dybala, Chiellini und Marchisio fallen aus

Den italienischen Meister plagen vor dem Königsklassen-Duell einige Personalsorgen. So muss Juventus Turin in München auf Claudio Marchisio und Paulo Dybala verzichten. Der argentinische Torjäger Dybala brach das Training mit einem Überlastungs-Ödem im linken Unterschenkel ab, wie der Serie-A-Tabellenführer am Dienstag mitteilte. Sein Einsatz ist ausgeschlossen.

Gleiches gilt für den italienischen Nationalspieler Claudio Marchisio. Der 30-Jährige hat sich nach Klub-Angaben eine Zerrung in der linken Wade zugezogen und muss etwa 20 Tage pausieren. Für ihn könnte Trainer Massimiliano Allegri den Brasilianer Hernanes oder Hinspiel-Torschütze Stefano Sturaro im Mittelfeld spielen lassen.

Ebenfalls nicht in München dabei ist Abwehrchef Giorgio Chiellini. Der Verteidiger ist nach seiner Wadenverletzung nicht rechtzeitig fit geworden und fehlt im Kader der Italiener. Bereit für einen Einsatz gegen seinen Ex-Club ist hingegen Stürmer Mario Mandzukic. Der Kroate hatte zuvor wegen Leistenproblemen nicht trainieren können, absolvierte am Dienstag aber die komplette Einheit mit dem Team.

Siegprämie von sechs Millionen Euro

Neben dem Einzug ins Viertelfinale stehen für den FC Bayern gegen Turin auch einige Millionen Euro auf dem Spiel. Die Europäische Fußball-Union (Uefa) honoriert den Einzug ins Viertelfinale mit sechs Millionen Euro.

Damit würde der deutsche Rekordmeister seine Prämieneinnahmen im laufenden Wettbewerb auf 31 Millionen Euro erhöhen. Dazu kommen mehr als zehn Millionen Euro aus den Zuschauereinnahmen von dann fünf Heimspielen sowie die Zahlungen aus dem Marktpool, die um die 20 Millionen Euro betragen dürften.

In der vergangenen Saison hatten die Bayern als Halbfinalteilnehmer insgesamt 49,865 Millionen Euro an Prämien kassiert. Davon entfielen 23,965 Millionen auf den Marktpool. Zur laufenden Saison waren die Ausschüttungen von der Uefa noch mal deutlich erhöht worden. Allein das Startgeld der 32 Teilnehmer an der Gruppenphase erhöhte sich auf zwölf Millionen Euro pro Verein. Der Finalsieger am 28. Mai in Mailand erhält die Rekordsumme von 15 Millionen Euro.

(old/sid)
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FC Bayern München: Sechs Millionen Euro Prämien stehen auf dem Spiel


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