1. Bundesliga 17/18
| 19.20 Uhr

Entspannung in der Offensive
Müller und Ribery vor Comeback gegen Hannover

Fotos: Ribéry verletzt sich in Berlin schwer am Knie
Fotos: Ribéry verletzt sich in Berlin schwer am Knie FOTO: afp
München. Thomas Müller und Franck Ribery stehen bei Bayern München vor ihrem Comeback. Die Rückkehr der beiden Top-Stars ist wegen der angespannten Personalsituation und eines dicht gedrängten Kalenders sehr willkommen.

Den lockeren Wettstreit mit den Basketballern schenkten sich Thomas Müller und Franck Ribery am Mittwoch. Es gibt schließlich Wichtigeres für zwei der Topstars von Fußball-Rekordmeister Bayern München. Trainer Jupp Heynckes benötigt sie dringend.

Nach wochenlanger Verletzungspause ist Müller "bereit" für ein Comeback am Samstag gegen Hannover 96 (15.30 Uhr/Live-Ticker), und Ribery kündigte auf Twitter nach seinem ersten kompletten Mannschaftstraining in Terminator-Manier an: "I'll be back."

Sechs Pflichtspiele in 18 Tagen 

Die Rückkehr von Müller und Ribery kommt sehr gelegen. Sechs Pflichtspiele in 18 Tagen stehen dem FC Bayern bis Weihnachten bevor, ein ohnehin dicht gedrängtes Programm, das zudem durch die angespannte Personallage noch kräftezehrender werden dürfte. "Wir sind überall vorne, wollen Herbstmeister werden und auch im Pokal überwintern, da müssen wir Punkte einfahren", forderte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.

Die aktuell recht dicke Krankenakte bei den Bayern bereitet aber Trainer Heynckes durchaus Sorgen. Thiago (Muskelteilriss) fällt lange aus, Arjen Robben (Muskelfaserriss) muss im Moment zusehen, James erholt sich von einer Gehirnerschütterung. Auch David Alaba (Rücken) und Juan Bernat (Oberschenkel) sind angeschlagen. Auf Manuel Neuers Comeback muss der FC Bayern wohl über den Rückrundenstart hinaus warten. "Irgendwann kann man nicht mehr nachlegen. Das ist schon ein Problem", sagte der Coach.

Gerade in der Offensive hat Heynckes die knifflige Situation zuletzt so einiger Optionen beraubt, weil auch Kingsley Coman nicht dauerhaft fit war. Umso erfreuter dürfte Heynckes die Genesung von Müller und Ribery zur Kenntnis nehmen, wenngleich er beide wahrscheinlich zunächst dosiert einsetzt. Ein Risiko wird Heynckes nicht eingehen, das kündigte er an. Ribery dürfte daher erst am Dienstag im Champions-League-Kracher gegen Paris St. Germain wieder ins Aufgebot rücken, wenn die Bayern den bisher ungeschlagenen "Galacticos das Bein stellen" wollen, wie Rummenigge meinte.

Lewandowski kritisiert Ex-Trainer Ancelotti

Auffällig sind die Vielzahl muskulärer Verletzungen, die zunehmend mit dem zu legeren Training unter Heynckes-Vorgänger Carlo Ancelotti in Verbindung gebracht werden. "Wenn viele Muskelverletzungen passieren, muss man nicht die letzten Wochen des Trainings beobachten, sondern zwei, drei Monate zurückgehen. Es ist wahrscheinlicher, dass dort der Grund liegt", sagte etwa Robert Lewandowski der "Sport Bild". Heynckes hatte die Intensität deutlich erhöht, womöglich reagierten die Körper der Bayern-Profis auch auf die notwendigerweise gesteigerte Belastung.

Für Müller und Ribery dürfte die zuletzt intensive Arbeit einen positiven Effekt haben. Müller will sechs Wochen nach einer Muskelverletzung sofort an seinen äußerst ansprechenden Start unter Heynckes anknüpfen, Ribery sich fast zwei Monate nach seinem Außenbandriss im Knie auch für einen neuen Vertrag empfehlen. Im Training sprüht er vor Tatendrang. "Franck ist mit großer Motivation zurückgekommen, Jupp sehr zufrieden mit ihm. Er wird speziell im Frühjahr eine Waffe mehr sein, wenn's um die Titel geht", glaubt Rummenigge.

(sid)
 
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