1. Bundesliga 17/18
| 17.21 Uhr

Spanier als Sechser enorm wichtig
Martinez wird unter Heynckes wieder zum Schlüsselspieler

Fotos: Javi Martinez – Weltmeister, Europameister, Triple-Sieger
Fotos: Javi Martinez – Weltmeister, Europameister, Triple-Sieger FOTO: afp
Javi Martinez nimmt beim FC Bayern wie beim Triple-Triumph 2013 immer mehr die Rolle des Schlüsselspielers ein.

Der Triumph des FC Bayern 2013 in der Champions League ist eng mit Siegtorschütze Arjen Robben verbunden. Doch ohne Javi Martinez hätten die Münchner das Wembleystadion beim 2:1 gegen Borussia Dortmund wohl nicht als Sieger verlassen.

Der Spanier war nicht nur im Finale, sondern überhaupt beim historischen Triple der Schlüssel zum Erfolg gewesen - viereinhalb Jahre später ist Martinez beim Rekordmeister wieder in die Rolle der Führungsfigur zurückgekehrt. Auch am Samstag (18.30 Uhr/Live-Ticker) im Spitzenspiel beim BVB steht der 29-Jährige im Fokus.

"Er ist ein Hauptfaktor, warum wir weniger Chancen zulassen und stabiler in der Abwehr stehen. Er läuft viele Räume zu", betonte Torwart Sven Ulreich nach dem jüngsten 2:1 in der Champions League bei Celtic Glasgow.

"Er ist unheimlich wichtig in der Defensive, multifunktionell", lobte Robben. Dass sich Martinez im Celtic Park sogar noch als Siegtorschütze hervortat und trotz einer klaffenden Platzwunde am Auge ("Es ist nur Blut") bis zum Ende durchhielt, rundete das Bild des Heroen ab.

Unter Heynckes rückt Martinez ins Mittelfeld

Es war eine der ersten Amtshandlungen von Jupp Heynckes, als er vor drei Wochen das Amt von Trainer Carlo Ancelotti übernahm: Der 72-Jährige erinnerte er sich an 2013 und beorderte seinen Lieblingsspieler Martinez wie in jener Erfolgssaison wieder auf die Sechs. Das sei, so der Coach, "ganz klar" dessen Position.

Unter Ancelotti, aber auch bei Pep Guardiola war der 18-malige Nationalspieler meist als Innenverteidiger eingesetzt worden. Auf der Doppelsechs hatten ein Xabi Alonso, Arturo Vidal, Bastian Schweinsteiger oder Thiago bessere Karten.

Mit dem spielintelligenten Martinez, der vor der Abwehr mit klugem Pass- und Positionsspiel sowie aggressivem Zweikampfverhalten als Abräumer glänzt, ist der FC Bayern nach Ballverlusten längst nicht mehr so anfällig. Erst zwei Gegentore - davon ein Elfmeter im Pokalspiel bei Leipzig - mussten die Münchner in den sechs Spielen unter Heynckes hinnehmen.

Martinez sieht die aktuelle Entwicklung selbst aber äußerst gelassen. "Wenn ich der Mannschaft in den Augen des Trainers so am meisten helfen kann, nehme ich das selbstverständlich an", sagte er der tz. Es handle sich ja auch um eine Position, "die ich bereits kenne, daher fühle ich mich dort sehr wohl. Ich will helfen. Und das Wichtigste: einfach spielen."

Robben erinnert das jedoch bereits an "jene Zeit, in der wir mit Herrn Heynckes so erfolgreich gespielt haben". Martinez, der 2012 für die damalige Rekordsumme von 40 Millionen Euro von Bilbao nach München gewechselt war, geht das alles aber (noch) zu weit: "2013 war ein anderes Jahr. Daran sollten wir nicht denken."

(sid)
 
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