1. Bundesliga 16/17
| 11.25 Uhr

"Jeden Tag neuer Blödsinn"
Sammer dementiert Götze-Gerüchte

Matthias Sammer: Keinen Wechsel von Mario Götze zum FC LIverpool
FOTO: SID
Doha. Mario Götze und Jürgen Klopp - flammt diese alte Liebe zweieinhalb Jahre nach der plötzlichen Trennung wieder auf? "Blödsinn", sagt Matthias Sammer.

In seiner Funktion als Sportvorstand des FC Bayern ist es Matthias Sammer gewohnt, mit Gerüchten aller Art lässig umzugehen. Doch die Nachricht, die er am Freitagmittag im Trainingslager der Münchner in Doha erhielt, weckte bei Sammer den alten "Feuerkopf". Mario Götze könnte zum FC Liverpool wechseln? "Es kommt jeden Tag neuer Blödsinn", motzte Sammer im Gespräch mit dem bedauernswerten Reporter der Sport Bild angesichts dieser Meldung, "mehr werde ich dazu nicht mehr sagen."

Schade. WM-Held Götze und die Reds mit Trainer Jürgen Klopp - das wäre in der Tat "ein echter Hammer-Transfer", wie die Bild-Zeitung in ihrem Bericht unter dem Titel "Klopp heiß auf Götze" schrieb. Klopp machte Götze bei Borussia Dortmund zum Star, beide hatten ein sehr enges Verhältnis. Als Klopp im Frühjahr 2013 erfuhr, dass Götze dennoch zu Rivale Bayern wechseln würde, sei das "wie ein Herzinfarkt" für ihn gewesen, bekannte der Coach später.

Dass Klopps Herz im Sommer, dann drei Jahre nach dem heftigen Stich, einer verspäteten OP unterzogen wird und Götze auf die Insel wechselt, ist wenig wahrscheinlich. Im vergangenen Herbst hatte der 23 Jahre alte Mittelfeldspieler in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung zuletzt ausführlich über seine Zukunft gesprochen - und trotz seines nicht immer einfachen Verhältnisses zu Trainer Pep Guardiola betont: "Ich würde sehr gerne ein Gesicht des FC Bayern werden, eine noch größere Rolle spielen. Ich fühle mich sehr, sehr wohl hier, ich bin froh, Bayern-Spieler zu sein." Mit einem Wechsel habe er sich "nie beschäftigt".

Obwohl sich Götze am Tag, als dieses Gespräch erschien, beim EM-Qualifikationsspiel der deutschen Nationalmannschaft in Irland (0:1) verletzte und seither vergeblich um seine Rückkehr kämpft, hat sich an seiner grundsätzlichen Einstellung nichts geändert. Dass Guardiola bei den Bayern im Sommer von Carlo Ancelotti abgelöst wird, darf er als positiv werten.

2016, das hat Götze vor dem Abflug nach Katar betont, werde "ein super wichtiges Jahr" für ihn. "Ich habe einiges vor - mit den Bayern und der Nationalmannschaft", sagte er. Zunächst will er mithelfen, dass der FC Ruhmreich zum zweiten Mal das Triple holt, dann bei der EM in Frankreich ähnlich auftrumpfen wie bei seinem goldenen Schuss 2014 in Rio de Janeiro.

Zunächst steht für ihn nach seinem Muskelfaserriss im Adduktorenbereich der nächste Schritt in Sachen Comeback an. "Ich habe keine Schmerzen mehr, aber bis Februar wird es noch dauern", sagte Götze am Freitag in Doha, wo er unter den Augen von Tennis-Ikone Boris Becker weiter individuell trainierte. In "zwei, drei Wochen" werde er wohl wieder mit der Mannschaft üben können, ergänzte Götze, zum Rückrunden-Auftakt am 22. Januar gegen den Hamburger SV wird er demnach fehlen.

Sammer betonte, dass die Bayern Götze behutsam aufbauen wollen. "Wir dürfen da keine Fehler machen", sagte er. Fehler unterliefen dem Klub, vor allem aber Götze in zweieinhalb Jahren Zusammenarbeit mehrfach. Der Offensivspieler räumte im Herbst ein, die ersten beiden Spielzeiten in München seien "wie ein Reifeprozess" für ihn gewesen. Auch, dass er bei seinem Abschied vom BVB nicht alles richtig gemacht habe, gab er zu. Klopp wird es freudig vernommen haben - zu einer baldigen Wiedervereinigung dürfte es dennoch nicht kommen.

(sid)
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