1. Bundesliga 16/17
| 10.21 Uhr

Glanzlose Bayern – bis auf Ribéry
"So wird das gegen Benfica nicht reichen"

Seitfallzieher: Ribéry erzielt "Wahnsinnstor"
Seitfallzieher: Ribéry erzielt "Wahnsinnstor" FOTO: Screenshot ARD
München. Ein "Wahnsinnstor" von Franck Ribéry und ein weiterer Bundesliga-Rekord auf dem Weg zum Titel - doch das glanzlose 1:0 (1:0) gegen Eintracht Frankfurt war beim FC Bayern schon wenige Minuten nach Spielende Nebensache.

Der Fokus der Münchner richtete sich umgehend auf das Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League am Dienstag (20.45 Uhr/Live-Ticker) gegen Benfica Lissabon.

"Wichtig waren die drei Punkte. Aber so eine Qualität wird am Dienstag nicht reichen", warnte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Einige Medien hätten von einem "Freilos geschrieben, aber das wird kein Selbstläufer, wir müssen viel besser spielen und sehr konzentriert sein", fügte der Bayern-Boss mit ernster Miene an.

Auch Pep Guardiola schaltete sofort in den Champions-League-Modus. "Ich bin sehr beeindruckt von Benfica. Hier in Deutschland sind alle sehr selbstbewusst, aber es wird schwer, das Halbfinale zu erreichen", mahnte der Bayern-Trainer. Er hoffe auf eine "bessere Performance meiner Mannschaft".

Vier Tage vor der Partie gegen Benfica hatten die Bayern gegen die stark abstiegsbedrohten und biederen Hessen nicht allzu viel Glanz verbreitet - auch wenn gegen die Eintracht zum achten Mal in Folge ein Zu-Null gelungen war. Es war ein weiterer Rekord der Münchner in ihren erfolgreichen Historie, der aber keinen interessierte.

Lewandowski und Abraham Kopf-an-Kopf FOTO: dpa, tha

Nur Franck Ribéry verbreitet Glanz

"Wir hatten schon das Spiel am Dienstag im Kopf", räumte Torjäger Robert Lewandowski offen ein. Und selbst Guardiola gestand, dass es schwer sei, in der Liga zu spielen und gleichzeitig "an die Zukunft zu denken".

Immerhin war auf Ribéry Verlass, der seine bärenstarke Leistung mit einem herrlichen Seitfallzieher zum entscheidenden 1:0 in der 20. Minute krönte. So ein "Wahnsinnstor" (Guardiola) sei ihm in seiner langen Karriere "noch nicht gelungen. Es war ein besonderes Tor und positiv für meinen Kopf", sagte der 32 Jahre alte Franzose, der nach langer Verletzungspause zu alter Form zurückfindet.

Auch Mario Götze, der Ribérys Treffer einleitete, sieht sich auf "einem guten Weg". Der 23-Jährige stand überaschend zum zweiten Mal nach seiner Verletzung in der Startelf. Offenbar hatte Guardiola sich doch von Götzes Tor und der guten Vorstellung im Länderspiel gegen Italien beeindrucken lassen.

Pep Guardiola zufrieden mit Mario Götze

Ob der Mittelfeldspieler auch am Dienstag gegen Benfica die Gunst des Trainers erhalten wird, ist offen. Guardiola war zumindest "zufrieden mit seiner Leistung. Es ist nicht einfach, wenn ein Spieler nicht so oft spielt, aber wir brauchen ihn in den restlichen Wochen der Saison".

Fotos: Bayern - Frankfurt FOTO: dpa, tha

Götze machte auf jeden Fall keinen Hehl daraus, dass gegen Benfica "jeder spielen will". Immerhin weiß er, dass das Spiel "gefährlich ist. Man muss gewappnet sein, das haben wir letztes Jahr in Porto erlebt." Da hatten die Bayern 1:3 verloren, im Rückspiel beim 6:1 aber das Duell noch gedreht. Man könne sich aber nicht immer auf "so einen Sahneschnittentag" verlassen, betonte Rummenigge.

Den hatten die Bayern am Samstag gegen Frankfurt definitiv nicht, weshalb die Eintracht trotz der Niederlage und der weiterhin brenzligen Lage einigermaßen positiv gestimmt die Heimreise antrat. "Man kann nicht zufrieden sein, wenn man verliert, aber wir haben uns hoffnungsvoll gewehrt", meinte Vorstandsboss Heribert Bruchhagen. Es werde "besser und besser", ergänzte der gute Torwart Lukas Hradecky. Man könne dem anstehenden Kellerduell gegen Hoffenheim "sehr optimistisch entgegensehen".

(areh/sid)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Nur Franck Ribéry glänzt beim FC Bayern München: "So wird das nichts"


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.