1. Bundesliga 16/17
| 12.50 Uhr

Wieder Ärger mit medizinischer Abteilung
Guardiola über den Physio-Zoff: "Sie wollen mich treffen"

Pep Guardiola über den Physio-Zoff: "Sie wollen mich treffen"
Pep Guardiola und die medizinische Abteilung sollen erneut aneinander geraten sein. FOTO: dpa, jhe gfh
München. Bei Bayern Münchens Trainer Pep Guardiola lagen nach dem Halbfinal-Aus in der Champions League offenbar die Nerven blank. Der 45 Jahre alte Spanier soll nach dem 2:1 gegen Atlético Madrid in der Kabine des deutschen Rekordmeisters die medizinische Abteilung heftig attackiert haben. 

Dies berichtet die "Bild". "Das muss in der Kabine bleiben. Ich weiß nicht, wer gesprochen hat. Aber sie wollen mich treffen", sagte Guardiola am Freitag. Dies sei in den vergangenen drei Jahren "viele Male passiert. Sie merken nicht, dass sie die Mannschaft und den Verein treffen. Ich bin nächstes Jahr weg."

Laut "Bild" soll Guardiola in Richtung der Mediziner und Physiotherapeuten geschimpft haben: "Godin ist bei Atlético schnell fit. Warum schafft ihr das nicht? Warum dauert das bei unseren Verletzten immer so lange?" Im Vergleich zur vergangenen Saison, als die Bayern erhebliche personelle Probleme hatten, standen im Halbfinale gegen Atlético allerdings nur Arjen Robben und der Langzeitverletzte Holger Badstuber nicht zur Verfügung.

FC Bayern München - Atlético Madrid: Pressestimmen FOTO: ap, EM

Deshalb ist angeblich auch einem der Bayern-Physiotherapeuten der Kragen geplatzt: "Das kann er nicht sagen, das darfst du nicht sagen. Du hast alle Spieler zur Verfügung. Alle, außer Robben und Badstuber." Franck Ribéry soll laut "Bild" sogar ein Handgemenge verhindert haben.

Müller-Wohlfahrt trat 2015 zurück

Es wäre nicht das erste Mal, dass Guardiola mit dem medizischen Stab im Clinch lag. Im vergangenen Jahr hatte bereits der langjährige Vereinsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt von den ständigen Einlassungen Guardiolas genug. Nach über 30 Jahren beim FC Bayern war er zurückgetreten. Der langjährige Physiotherapeut Fredi Binder musste gehen.

Die Diskussionen zwischen dem Trainer und dem medizinischen Stab drehten sich in den vergangenen drei Jahren immer wieder um Behandlungsmethoden, um Trainingssteuerung und Rehazeiten. "Ich bin nicht Arzt oder Physio. Ich will immer das Beste für den Verein, dass die Spieler immer schnell zurückkommen. Dafür habe ich drei Jahre lang gekämpft", sagte Guardiola dazu.

Die Münchner Ära von Pep Guardiola in der Chronologie
(sid)
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