1. Bundesliga 17/18
| 10.42 Uhr

Bayern-Präsident
Hoeneß glaubt, dass Investoren bald die Schnauze voll haben

Porträt: Das ist Uli Hoeneß
Porträt: Das ist Uli Hoeneß FOTO: AP
München. Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß prophezeit ein Ende der Wahnsinns-Summen, die im Moment im Fußball bewegt werden. Dann schlage die Zeit der Bayern.

"Es wird der Zeitpunkt kommen, wo alle, die jetzt so viel Geld rausdonnern, kleinere Brötchen backen werden, weil der sportliche Erfolg sich nicht so einstellt, wie es sich die Geldgeber vorgestellt haben", sagte Hoeneß vor dem Champions-League-Duell am Mittwoch (20.45 Uhr/Live-Ticker) bei Millionen-Klub Paris St. Germain dem "kicker".

Weil die Champions League "immer nur eine Mannschaft gewinnen" könne, erwartet Hoeneß einen gewissen Frust bei diversen Investoren: "Die Geldgeber werden sagen: Jetzt haben wir so viel Geld reingesteckt und erreichen nicht, was wir erreichen wollen, jetzt haben wir die Schnauze voll! Und dann ist unsere Zeit da."

Derzeit sei der Markt "viel zu heiß". Die Verein würden sich "gegenseitig hoch schaukeln". Dennoch sei es für den deutschen Rekordmeister weiterhin "nicht akzeptabel", so Hoeneß, für einen Spieler an die 100 Millionen Euro zu zahlen.

Man werfe dem FC Bayern vor, damit "völlig am Markt vorbei und damit dem Untergang entgegen" zu steuern, führte der Bayern-Präsident weiter aus: "Stattdessen müssten uns Lobeshymnen gesungen werden, weil wir mit unserer eigenen Arbeit und aus eigener Kraft erfolgreich sind."

Auch mit der aktuellen Vereinspolitik hält der 65-Jährige einen Triumph in der Königsklasse für möglich: "Wenn wir unser Potenzial ausschöpfen und die Spieler in der entscheidenden Phase gesund sind, was haben wir da für Möglichkeiten! Dann haben wir auch die Chance, in dieser Saison die Champions League zu gewinnen. Damit das klar ist."

(sid)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Uli Hoeneß glaubt, dass Investoren bald die Schnauze voll haben


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.