1. Bundesliga 16/17
| 12.45 Uhr

Gerüchte um schwedischen Superstar
Ibrahimovic und die Bayern – geht da was?

Fotos: Ibrahimovic schimpft nach Unentschieden gegen Irland
Fotos: Ibrahimovic schimpft nach Unentschieden gegen Irland FOTO: afp
Zlatan Ibrahimovic nach München? Bei der EURO gibt es Gerüchte um Schwedens Superstar. Ein Wechsel würde die Marke FC Bayern international enorm stärken.

Seine Zukunft sei "A-Z", sagte Zlatan Ibrahimovic in diesen Tagen bei der Vorstellung seiner gleichnamigen Modelinie vieldeutig. Vielleicht ist seine Zukunft aber FCB? Bei der EURO halten sich hartnäckig Spekulationen, dass Bayern München bei Schwedens "König" vorgefühlt habe. Die Sport Bild hatte diese Gerüchte aufgebracht.

Unmöglich? Der exzentrische Superstar in der Bundesliga beim Rekordmeister? Was auf den ersten Blick ziemlich unrealistisch erscheint, ist bei näherer Betrachtung gar nicht so weit weg. Die Münchner könnte, abgesehen von der unbestrittenen sportlichen Qualität von Ibrahimovic, die (Welt-)Marke FC Bayern in den wichtigen ausländischen Märkten enorm stärken. Nur Lionel Messi und Cristiano Ronaldo, die beide nicht zu haben sind, garantieren weltweit eine ähnliche Aufmerksamkeit wie Zlatan.

Was wird aus Lewandowski?

Finanziell wäre das Risiko für die Bayern auch überschaubar. Der 34-Jährige ist ablösefrei, sein enormes Gehalt plus Handgeld (zusammen geschätzt 25 Millionen Euro) könnten die Münchner aus der Portokasse bezahlen. Allerdings wohl kaum für einen Ersatzspieler. Und ob in der Startelf der Bayern Platz für Ibrahimovic UND Robert Lewandowski ist, ist fraglich. Der Pole war zuletzt mit Real Madrid in Verbindung gebracht worden.

Eines ist aber klar: Der neue Bayern-Trainer Carlo Ancelotti ist ein glühender Fan von Ibrahimovic, der Paris St. Germain nach vier Jahren definitiv verlassen wird. Ibrahimovic sei einer der "selbstlosesten Spieler überhaupt. Das macht ihn so wertvoll", schreibt Ancelotti in seinem erst kürzlich veröffentlichten Buch "Quiet Leadership". Der 57 Jahre alte Italiener hatte 2012/2013 mit "Ibrakadabra" bei PSG ohne Probleme zusammengearbeitet und ihn als "geborenen Anführer" kennengelernt: "Er hat einfach die richtige Mentalität."

Ibrahimovic erzwingt den Ausgleich FOTO: afp

Im ersten Spiel der Schweden bei der EURO gegen Irland (1:1) war von Zlatans Klasse noch wenig zu sehen. Am Freitag (15 Uhr/Live-Ticker) in Toulouse gegen Italien muss er liefern. Er ist es gewohnt. Wo auch immer Ibrahimovic auftaucht, steht er im Mittelpunkt. In Paris sowieso, wo er PSG mit den Worten verließ: "Ich kam als König und ging als Legende." Wohin die Legende geht, beschäftigt die Öffentlichkeit seit Wochen.

Noch immer gilt Manchester United als Favorit. Dort hat ab Sommer José Mourinho das Sagen. Angeblich steht nach der EM bei United die medizinische Untersuchung an, danach soll Ibrahimovic einen Einjahresvertrag unterschreiben. Oder tut er das vielleicht doch bei den Bayern? Die Sondierungsgespräche sollen laut "Sport Bild" über Berater abgewickelt worden sein.

Ibrahimovic will die Champions League gewinnen

Immerhin hatte Ibrahimovic vor wenigen Jahren in einem Interview mit dem Magazin "11Freunde" schon mal gesagt, dass ihn die Bundesliga "reizen" würde. Und: "Ganz klar: Wenn ich nach Deutschland gehe, dann zum FC Bayern München. Für mich einer der besten fünf Vereine auf der Welt", sagte er. Erst wenige Tage ist es her, dass Zlatan betonte, dass er in seiner Karriere unbedingt noch einmal die Champions League "gewinnen will - und zwar bald".

Da bleiben nicht viele Klubs. Manchester United scheidet damit aus, weil die Engländer nicht für die Königsklasse qualifiziert ist. Bei Manchester City trainiert künftig Ibrahimovics Erzfeind Pep Guardiola. Real hat "CR7" plus Gareth Bale und Karim Benzema, Barcelona "Zwerg Messi" (O-Ton Ibrahimovic) sowie Neymar und Luis Suárez. Atlético? Zu wenig Glamour! Italien? "Man kehrt nicht dorthin zurück, wo man Geschichte geschrieben hat", sagte er gerade erst in GQ in Bezug auf den AC Mailand. Was bleibt? Der FC Bayern!

(areh/sid)
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