Die deutsche Mannschaft in der Einzelkritik: Bobic zeigte eine hervorragende Leistung
zuletzt aktualisiert: 20.11.2002 - 22:16Düsseldorf (rpo). Das Fußball-Jahr 2002 ist für die deutsche Nationalmannschaft Geschichte. Auch nach dem Spiel gegen die Niederlande muss sich die DFB-Elf der EInzelkritik stellen.
Oliver Kahn: Der DFB-Kapitän hatte kaum Möglichkeiten, sich auszuzeichnen. In der 49. Minute verhinderte der beste WM-Spieler allerdings mit einer Weltklasse-Reaktion gegen Ruud van Nistelrooy das mögliche 1:2. Zudem war der 33-Jährige im Stellungsspiel fehlerfrei. An den Gegentoren traf ihn keine Schuld.
Marko Rehmer: Der Berliner musste sich abwechselnd mit Patrick Kluivert und Bayern-Schreck Roy Makaay auseinandersetzen und zeigte dabei einige Schwächen. Auch beim 0:1 durch Patrick Kluivert passte der 30-Jährige in seinem 30. Länderspiel nicht auf.
Frank Baumann: Der Bremer agierte erstmals als Chef der Dreierkette und hatte zunächst einige Probleme. Von Minute zu Minute wurde der 27-Jährige zunächst besser, verlor gegen Ende aber mehr und mehr den Überblick.
Arne Friedrich: Der Eigentor-Schütze gegen die Färöer-Inseln bot gegen die Weltklasse-Stürmer der Gäste eine ausgezeichnete Partie, leistete sich in der 16. Minute aber einen bösen Patzer, der allerdings ohne Folgen blieb.
Torsten Frings: Der Dortmunder spielte erstmals wieder auf der rechten Seite, nachdem er zuletzt auf der linken nicht überzeugen konnte. Mit starken Dribblings und guten Flanken begeisterte der 27-Jährige, der in einer starken deutschen Elf herausragte.
Jens Jeremies: Der Münchner war in seinem 45. Länderspiel von Beginn an äußerst laufstark, zudem sehr bissig und temperamentvoll und sowohl defensiv als auch offensiv effektiv. Verletzungsbedingt musste der 28-Jährige allerdings nach 45 Minuten durch den Dortmunder Sebastian Kehl ersetzt werden.
Michael Ballack: Deutschlands Fußballer des Jahres merkte man vor allem vor der Pause an, dass er derzeit nicht im Vollbesitz seiner Kräfte ist. Nach dem Seitenwechsel steigerte sich der stets bemühte Münchner allerdings erheblich. In der 69. Minute vergab der 26-Jährige zudem das 2:2.
Jörg Böhme: Der Lokalmatador wollte nach den jüngsten Querelen "auf Schalke" seine Qualitäten unbedingt beweisen und machte trotz einiger Flüchtigkeitsfehler bis zu seiner Auswechslung in der 78. Minute eine gute Partie.
Bernd Schneider: Der Leverkusener, Deutschlands Bester im WM-Finale, bot erneut eine tadellose Vorstellung und war Dreh- und Angelpunkt beim Vize-Weltmeister.
Fredi Bobic: Phänomenales Comepack für den Hannoveraner nach vier Jahren und acht Monaten Länderspielpause: Der 31-Jährige war stets anspielbar und torgefährlich und krönte seine starke Vorstellung mit seinem dritten Länderspieltor in der 34. Minute. In der 68. Minute wurde der frühere Dortmunder unter dem Applaus der Fans ausgewechselt.
Miroslav Klose: In der achten Minute hatte der 24-jährige Lauterer die erste Chance, als ein abgefälschter Schuss knapp am Tor vorbeistrich. Wegen einer Augenschwellung musste der ansonsten unauffällige WM-Held zur Pause in der Kabine bleiben.
Sebastian Kehl: Der Dortmunder kam nach der Pause für Jeremies und wurde zum großen Pechvogel. Sowohl beim 1:2, als auch beim 1:3 war der ehemalige Freiburger maßgeblich beteiligt.
Paul Freier: Unbekümmert trat der Bochumer zunächst gegen die großen Namen der Gäste auf und hatte in der 59. und 79. Minute auch zwei hervorragende Tormöglichkeiten, bei denen man den 23-Jährigen allerdings seine Unerfahrenheit aber ebenso anmerkte wie vor dem 1:3, als er Clarence Seedorf ungehindert flanken ließ.
Gerald Asamoah: Der Schalker kam in der 68. Minute für Bobic, konnte im Angriff vor "eigenem" Publikum allerdings keine Akzente mehr setzen.
Oliver Neuville: Der Leverkusener wurde in der 78. Minute für Böhme eingewechselt und kam somit zu seinem 40. Länderspiel.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







