BVB: Kapetanovic muss gehen: Bolton verkündet Bobic-Wechsel
zuletzt aktualisiert: 09.01.2002 - 21:43Jerez (rpo). Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund hat in aller Härte auf das Fernbleiben seiner Profis Marcio Amoroso und Sead Kapetanovic vom Trainingslager in Jerez de la Frontera reagiert. Gegen seinen brasilianischen Stürmer-Star Amoroso, der einen Tag später als vereinbart erst am Mittwochabend in Spanien eintreffen sollte, verhängte der BVB die Vereins-Rekordstrafe von 20.000 Euro.
Dem Bosnier Kapetanovic steht sogar der Rausschmiss bevor. Die bisher höchste Strafe aus disziplinarischen Gründen hatte beim BVB bislang Julio Cesar getroffen. Der Landsmann Amorosos hatte wegen eines ähnlichen Vergehens 30.000 Mark zahlen müssen. BVB-Trainer Matthias Sammer war seinem Torjäger schon entgegengekommen, indem er ihm erlaubt hatte, direkt von seinem Heimaturlaub aus in Andalusien anzureisen.
Borussias Manager Michael Zorc empörte sich vor allem über das Verhalten Kapetanovics, dessen derzeitiger Aufenthaltsort dem Verein nicht bekannt ist. "So lassen wir nicht mit uns umgehen. Das ist schlechter Stil. Bei nächster Gelegenheit werden wir über eine fristlose oder einvernehmliche Kündigung mit ihm sprechen", erklärte Zorc: "Auf jeden Fall werden wir den Vertrag beenden."
Unterdessen hat Stürmer Fredi Bobic das Trainingslager in Jerez verlassen und ist nach Deutschland zurückgereist. Nach offiziellen Angaben des Klubs wollte der 30-Jährige seine Verhandlungen mit dem englischen Premier-League-Klub Bolton Wanderers fortsetzen. Die Wanderers meldeten am Mittwochabend auf ihrer Internetseite, dass man sich mit Bobic geeinigt habe und die Vertragsunterzeichnung noch in dieser Woche folgen wird.
Bobic soll bis zum Saisonende an den Premier-League-Aufsteiger ausgeliehen werden. Die Klubs haben bereits eine Einigung erzielt, im Gespräch ist eine Ausleihgebühr von 500.000 Euro. Sollte Bobic, der bislang bei seinem Jahresgehalt von geschätzten 2,5 Millionen Euro keine Abstriche machen wollte, Einigung mit den Engländern erzielt haben, kehrt er nicht mehr ins BVB-Trainingslager zurück.
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