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1. Bundesliga 16/17
| 15.08 Uhr

BVB dementiert Berichte
100 Millionen Euro für Aubameyang "vollkommener Quatsch"

Aubameyang lässt den Paradiesvogel auf der Tribüne raus
Aubameyang lässt den Paradiesvogel auf der Tribüne raus FOTO: Screenshot Sky
Gündogan für 30 Millionen Euro zu Manchester City, Aubameyang für gar 100 Millionen zu Real Madrid – in den Medien blühen die Spekulationen über die Zukunft von Dortmunder Topstars. Solche Schlagzeilen kommen einen Tag vor dem Achtelfinal-Hinspiel in der Europa League gegen Tottenham Hotspur höchst ungelegen. Ungeachtet dieser Störgeräusche will der in der Rückrunde noch ungeschlagene BVB seinen Höhenflug auch im ersten Duell mit den Spurs am Donnerstag (19 Uhr/Live-Ticker) fortsetzen. "Wenn man die englische Tabelle sieht und die Namen der Spieler, dann weiß man, dass das ein geiles Los ist. Wir freuen uns sehr darauf", sagte Kapitän Mats Hummels.

Berichte über ein durch Fotos dokumentiertes Treffen zwischen dem künftigen ManCity- und derzeitigen Bayern-Trainer Pep Guardiola und Gündogan-Berater Ilhan Gündogan am Montag in Amsterdam ("Bild")
wollte der BVB am Mittwoch nicht kommentieren; ebenso wenig eine angebliche Offerte von Real Madrid in Höhe von fast 100 Millionen Euro für Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang ("Express").

Alle Konzentration gilt der Partie gegen den Tabellenzweiten der Premier League. Nur fünf Tage nach dem 0:0 im sehenswerten Bundesliga-Gipfel gegen den FC Bayern erwartet BVB-Sportdirektor Michael Zorc den nächsten Kraftakt für das durch anhaltende Terminhatz geforderte Team: "Das ist die schwerste Aufgabe, die wir bekommen konnten." Ähnlich sieht es Steffen Freund: "Für mich ist es ein Alptraum. Dieses Duell wäre mein Traumfinale gewesen", sagte der einstige BVB- und Tottenham-Profi der "Sport Bild". "Tottenham wird brutal schwer für Dortmund. Der Sieger ist mein Titelfavorit".

Im medialen Schatten des Sensations-Spitzenreiters Leicester City oder des vom einstigen BVB-Trainer Jürgen Klopp gecoachten FC Liverpool hat sich der dreimalige Europapokalsieger aus dem Norden Londons zu einem Meisterschaftanwärter gemausert. Das Team von Trainer Mauricio Pochettino stellt die drittbeste Offensive und die beste Abwehr der Premier League. Ausnahmefußballer wie Nationalstürmer Harry Kane oder der französische Nationalkeeper Hugo Lloris sind Garanten für den Aufschwung.

Ähnlich wie der BVB wurden auch die Spurs wenige Tage zuvor auf höchstem Niveau gefordert. "Es wartet ein weiteres großes Spiel auf uns. Aber wir sind keine Maschinen. Deswegen müssen wir den Spielern vollen Rückhalt geben, weil die Art und Weise, wie sie arbeiten und auftreten, fantastisch ist", sagte Coach Pochettino nach dem 2:2 im Spitzenduell mit dem Stadtrivalen FC Arsenal in Bezug auf die kommende Aufgabe beim BVB.

Eine Woche vor dem Rückspiel der Borussia in der englischen Hauptstadt tut ein gutes Ergebnis not. Schließlich konnte bisher noch nie ein deutsches Team an der White Hart Lane gewinnen. Solch knifflige Aufgaben erhöhen für Hummels den Reiz: "Ich bin niemand, der darauf hofft, den vermeintlich leichtesten Gegner zu bekommen und sich dann durchzuwurschteln. Wenn wir jetzt auch noch Tottenham aus dem Weg räumen, fühlt sich das nochmal anders an, als wenn du eine Mannschaft besiegst, wo jeder zwei einfache Siege erwartet."

(seeg/dpa)
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