1. Bundesliga 17/18
| 14.56 Uhr

Nach Spiel gegen Bremen
BVB-Fan nach Auseinandersetzung lebensgefährlich verletzt

Borussia Dortmund: BVB-Fan nach Auseinandersetzung lebensgefährlich verletzt
Polizisten bei einem Spiel des BVB (Symbolbild). FOTO: dpa, cas lof
Dortmund. Nach Angaben der Dortmunder Polizei hat es bei einer Auseinandersetzung im Anschluss an das Bundesligaspiel zwischen Borussia Dortmund und Werder Bremen (4:3) am Samstag einen lebensgefährlich Verletzten gegeben.

Die bisherigen Ermittlungen hätten demnach ergeben, dass es im Bereich des Bolmker Weges zunächst zu einer leichten verbalen und körperlichen Auseinandersetzung zwischen dem BVB-Anhänger und Mitarbeitern eines Sicherheitsunternehmens gekommen war. Im Anschluss griff ein 33-jähriger Dortmunder aus der Gruppe der Sicherheitsmitarbeiter den 37-Jährigen an, so dass dieser stürzte und sich dabei schwerste Kopfverletzungen zuzog. Er schwebt weiterhin in Lebensgefahr.

Vier Personen wurden unmittelbar nach der Tat vorläufig festgenommen. Drei der vier Beschuldigten wurden noch in der Nacht mangels Tatverdachts aus dem Gewahrsam entlassen. Der 33 Jahre alte Beschuldigte wurde am Sonntag entlassen, da kein Haftgrund vorliege, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Gegen ihn wird wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Der Verdacht eines versuchten Tötungsdelikts habe sich nach den Ermittlungen nicht erhärtet.

BVB-Ultras bleiben Spiel fern

Vor dem Spiel waren vier Ultras des BVB in Gewahrsam genommen worden. "Angehörige der Gruppe 'The Unity' haben auf dem Weg zum Stadion Pyrotechnik gezündet, sich wiederholt Kontrollen entzogen und Widerstand geleistet", sagte ein Polizeisprecher dem SID.

Nach den Ingewahrsamnahmen erklärte sich die gesamte Gruppe (rund 100 Personen) solidarisch und verzichtete auf den Besuch des Spiels, laut Polizei verließen weitere Ultra-Gruppierungen aus Protest das Stadion. Auf der Südtribüne des Signal-Iduna-Parks blieb eine größere Fläche leer.

In den vergangenen Monaten waren BVB-Anhänger häufiger ins Visier der Polizei geraten. Negativer Höhepunkt waren die Attacken auf Fans von RB Leipzig im Februar. Nur eine Woche später wurden dann zwei Busse mit mutmaßlichen Dortmunder Randalierern auf dem Weg zum Auswärtsspiel in Darmstadt kontrolliert. Beamten stellten Pyrotechnik, Sturmhauben, Kampfsporthandschuhe und Schmerzmittel sicher. Derzeit prüft das nordrhein-westfälische Innenministerium gegen eine BVB-Ultra-Gruppierung zudem ein Vereinsverbot.

(dpa)
 
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