1. Bundesliga 16/17
| 15.25 Uhr

Nationalspieler bleibt in Dortmund
Gündogan wehrt sich: "Es ging nie ums Geld!"

Porträt: Das ist Ilkay Gündogan
Porträt: Das ist Ilkay Gündogan FOTO: afp
Dortmund. Nationalspieler Ilkay Gündogan vom Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund fühlt sich wegen seiner gescheiterten Wechselpläne in der Öffentlichkeit falsch verstanden. Zu den Pfiffen der Fans am Samstag bei der Saisoneröffnung sagte er der "Bild": "Ich kann das sogar verstehen."

Der 24-Jährige sieht seine Kehrtwende und Vertragsverlängerung bis 2017 in den Medien "teilweise" falsch dargestellt.

Gündogan, der den Verein im Sommer verlassen wollte, sich aber schließlich wegen fehlender adäquater Angebote für einen Verbleib in Dortmund entschied, glaubt, dass die Fans verstimmt sind, weil "sie manches von dem geglaubt haben, was in der Zeitung stand. Hätte ich als Außenstehender bestimmt auch gemacht." Der Klub und er selbst würden aber die Wahrheit kennen. "Beide Seiten haben nicht umsonst immer und immer wieder betont, wie offen und fair man miteinander umgegangen ist."

Der Mittelfeldspieler räumt in einem Interview im Fachmagazin kicker jedoch auch ein, dass in Sachen Außendarstellung "nicht alles optimal" gelaufen sei. "Es ging um den Wunsch, offen und ehrlich zum gesamten Umfeld sein zu wollen. Heute räume ich ein, dass das nicht gut oder vielleicht zu ehrlich war und ich mir dadurch Probleme ins Haus geholt habe."

Den Vertrag ursprünglich nicht verlängern zu wollen, habe nicht geheißen, dass er sich in Dortmund total unwohl gefühlt habe, unzufrieden war und unbedingt weg wollte. Es sei ihm nie ums Geld gegangen, er wollte lediglich in seiner Karriere etwas Neues machen und einen neuen Klub erleben. "Wann das der Fall sein wird, kann ich nicht sagen. Vielleicht in einem Jahr, vielleicht in zwei Jahren. Vielleicht nie", sagte Gündogan zu der Überzeugung des Umfeldes, dass er sich nunmehr im nächsten Jahr umorientieren werde.

Es sei ihm immer darum gegangen, dass beide Seiten im Falle eines Wechsels davon profitieren müssten, der BVB also eine Ablösesumme kassieren solle. Die verärgerten Fans wolle er in der kommenden Saison durch Leistung überzeugen, zumal jetzt in Dortmund eine neue Zeit mit einem neuen Trainerteam um Thomas Tuchel beginne.
"Das mitzuerleben, finde ich sehr, sehr spannend."

(dpa/sid)
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