1. Bundesliga 16/17
| 08.15 Uhr

Niederlage gegen Bayern
BVB fehlt die Entschlossenheit vor dem Tor

Borussia Dortmund fehlt die Entschlossenheit vor dem Tor
Sorgenfalten bei Jürgen Klopp. FOTO: afp, dg
Dortmund. Borussia Dortmund darf sich mal wieder verfolgt fühlen. "Es ist ja nicht das erste Mal, dass wir in Spielen gegen Bayern München benachteiligt werden", klagte Trainer Jürgen Klopp nach dem 0:1 gegen den Meister.

Mindestens zweimal habe Schiedsrichter Knut Kircher einen Elfmeter für den BVB pfeifen können, sagte Klopp. Kircher tat es nicht. Diskussionswürdig fand er auch nur eine Szene, als Bayerns Mittelfeldspieler Xabi Alonso dem Dortmunder Angreifer Pierre-Emerick Aubameyang im Strafraum auf den Fuß trat. "Aus der realen Spielsituation heraus war das für mich kein Elfmeter", erklärte der Unparteiische, "natürlich haben wir uns die Szene hinterher angeschaut. Aber selbst nach Betrachten der TV-Bilder ist es für mich nach wie vor eine Grauzone." Kircher wird für sich verbuchen dürfen, dass es auf dem Platz überhaupt keine Proteste gegeben hatte. Diskutiert wurde erst nach ausgiebigem Studium der Zeitlupen, die jedoch denen Recht gaben, die ein Foul von Alonso gesehen hatten.

Dortmund verpasste allerdings sicher nicht nur wegen einer möglichen Fehlentscheidung des Schiedsrichters ein Erfolgserlebnis. "Wir hatten viel zu wenige Torchancen", räumte Klopp fachkundig und selbstkritisch ein. Dadurch bleibt der Abstand zu den Europa-League-Plätzen. Der BVB muss daher versuchen, die Chance auf einen internationalen Wettbewerb vornehmlich im Pokal zu wahren. Heute trifft er im Viertelfinale auf die TSG Hoffenheim (20.30 Uhr/ARD). Die Dortmunder wissen natürlich, dass sie sich vor allem in Fragen der Effektivität vor dem gegnerischen Tor deutlich verbessern müssen. "Wir haben zu wenige Torabschlüsse", stellte Nationalverteidiger Marcel Schmelzer fest. Und Klopp bemängelte "mangelnde Klarheit in vielen Momenten". Er hätte auch sagen dürfen: "Wir schießen einfach zu selten aufs Tor."

Die BVB-Angreifer kombinieren lieber bis zur Grundlinie, als gegen gut verteidigende Gegner wie zuletzt Köln, Juventus Turin und Bayern auch mal das gute alte Mittel Fernschuss auszuprobieren. Auch deshalb gab es in drei Heimspielen hintereinander kein Dortmunder Tor. Den letzten Treffer im ehemaligen Westfalenstadion erzielte Marco Reus am 28. Februar zum 3:0-Endstand gegen Schalke. Das war gleichzeitig der letzte rundherum überzeugende Auftritt des Champions-League-Finalisten von 2013. Eine düstere Bilanz.

(pet)
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