1. Bundesliga 15/16 Bundesliga
| 11.28 Uhr

Traum-Comeback beim BVB
Dortmund feiert Shinji Kagawa

Dortmund - Freiburg
Dortmund - Freiburg FOTO: dpa, fg hak
Dortmund. Um kurz vor drei kam Shinji Kagawa wieder in der Bundesliga an. Und er gehört wahrscheinlich zu den wenigen Spielern, die von ihren Fans schon beim Warmlaufen gefeiert werden. Da konnte noch niemand ahnen, dass der Japaner bei seiner Rückkehr zu Borussia Dortmund auch im Spiel die Ausrufezeichen setzen würde. Von Robert Peters

Beim 3:1-Erfolg über den SC Freiburg bereitete Kagawa die 1:0-Führung vor, und er erzielte höchstselbst das 2:0. Kein Wunder, dass die Sprechchöre "Kagawa-Shinji" bei der Auswechslung des Japaners nach gut einer Stunde noch ein bisschen lauter wurden als zu Beginn.

Kagawa brachte sein Team nach einem ziemlich zähen Auftakt erst ins Spiel. Der BVB tat sich schwer gegen gut organisierte Freiburger, die ihrem Gegner die Räume verstellten und den gefürchteten Dortmunder Expresszug erst einmal wirksam ausbremsten. "Wir haben uns entschieden, die Dortmunder tief aufzunehmen", sagte der Freiburger Trainer Christian Streich in der manchmal so seltsamen Taktiksprache des Fußballs. Das war zunächst das richtige Mittel. Denn der BVB fand kein Tempo, das Zusammenspiel kam nicht ins Rollen, auch weil die Ideen im Spiel nach vorn fehlten. Bis zu diesem ersten großen Auftritt von Kagawa. Nach einer halben Stunde schickte er den Kollegen Kevin Großkreutz mit einem perfekt gespielten Außenristpass in die Tiefe. Die flache Hereingabe verwertete Adrian Ramos zum 1:0. Dafür bedankte sich der Kolumbianer umgehend mit der Vorlage zum 2:0, die wiederum Kagawa dankbar annahm. Anschließend ließ er sich von den Mitspielern gebührend feiern. 

Keine Anlaufschwierigkeiten

Der Japaner zeigte überhaupt keine Anlaufschwierigkeiten, belebte mit seiner Laufarbeit das Spiel und war einer der wenigen im Team von Trainer Jürgen Klopp, die eine völlig überzeugende Leistung boten. Die Vorstellung seiner Kollegen, die sich einige Konzentrationsschwächen erlaubten, kommentierte Klopp am Spielfeldrand mit einigen seiner bekannten Veitstänze.

Kagawa hatte sich in der ausgeprägten Höflichkeit seiner Heimat schon vorab für den herzlichen Empfang bedankt. "Ich bin froh wieder hier zu sein, der BVB ist wie eine Familie. Und ich bin stolz, dass ich wieder dazu gehöre", sagte er. In zwei Jahren bei Manchester United war es ihm nicht gelungen, an die Auftritte seiner beiden Dortmunder Meisterjahre 2011 und 2012 anzuknüpfen.

Für die Rückholaktion aus der englischen Premier League bedankte er sich nicht nur mit seinen beiden spektakulären Aktionen vor den Toren. Er bot auch einer erstklassige läuferische Vorstellung. Kagawa lief, bis es wirklich nicht mehr ging und er mit Krämpfen ausgewechselt werden musste. Zu dem Zeitpunkt hatte sich seine Mannschaft längst durchgesetzt. Das Kontertor von Pierre-Emerick Aubameyang und die Ergebniskorrektur durch den Kullerball von Oliver Sorg zum 3:1 erlebte er vom Spielfeldrand. Gefährden konnten die Freiburger den Dortmunder Erfolg nicht mehr.

"Das war ein hochverdienter Sieg, deswegen bin ich zufrieden", erklärte Klopp. Gute Laune machten ihm vor allem die Steigerungsmöglichkeiten seiner Truppe. "Bei Shinji Kagawa haben wir gesehen, dass er schon noch kicken kann, wir werden dafür sorgen, dass er es auch selbst wieder glaubt", sagte der Coach, "und Ramos hat einen großen Schritt nach vorn gemacht. Er kann es noch viel besser. Das ist die gute Nachricht."

Quelle: RP
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