1. Bundesliga 17/18
| 09.07 Uhr

Trainersuche
Dortmund gerät unter Druck

Borussia Dortmund gerät bei Trainersuche unter Druck
BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. FOTO: afp
Meinung | Düsseldorf. Borussia Dortmund muss sich auf dem Trainermarkt umsehen, nachdem die Verpflichtung von Lucien Favre geplatzt ist. Die Suche wird nicht einfach. Von Robert Peters

Wie weit die Verhandlungen zwischen Borussia Dortmund und dem Fußballtrainer Lucien Favre gediehen waren, wissen nur ein paar Menschen auf diesem Planeten - die Dortmunder Vereinsführung, Favre selbst und dessen Berater Reza Fazeli.

Es könnte aber durchaus sein, dass sich die beiden Parteien bereits weitgehend einig waren. Und das Feilschen mit OGC Nizzas Managern um eine ansprechende Ablösesumme schien nicht mehr als eine Formsache zu sein. Das jedenfalls mochten viele glauben, die Transfersummen für Trainer von bis zu zehn Millionen Euro für ziemlich rekordverdächtig halten müssen.

Nizza hat die Dortmunder und wohl auch den eigenen Trainer überrascht. Der Klub hat eine sehr nüchterne Entscheidung getroffen - gegen ein stolzes Sümmchen und für die Fortsetzung einer sehr gut funktionierenden Zusammenarbeit.

Die Geschäftspolitik der Südfranzosen bringt Dortmund unter Druck. Der DFB-Pokalsieger benötigt bald Klarheit in der Trainerfrage, personelle Entscheidungen müssen getroffen werden, am besten weit vor dem Trainingsauftakt Anfang Juli. Die Stellenausschreibung haben die Dortmunder öffentlich gemacht. Manager Michael Zorc nannte zwei wesentliche Kriterien: "Wichtig ist, dass sich der Trainer komplett auf den BVB einlässt. Wichtig ist auch, dass wir mit einer Sprache sprechen." Die Konzentration auf Favre, der offenbar der Wunschkandidat war, zeigt auf ein drittes Kriterium: Der BVB will einen Coach, der vor allem besessen an Details arbeitet und der schon bewiesen hat, dass er Spieler besser machen kann.

Solche Kandidaten wachsen nicht auf den Bäumen. Und wahrscheinlich wird jeder, der nun in den Fokus rückt, zunächst mal den Stempel der B-Lösung tragen. Auch das macht die Suche nicht einfacher.

Quelle: RP
 
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