1. Bundesliga 17/18
| 10.11 Uhr

Borussia Dortmund
Watzke: "Haben doch jedes Jahr einen großen Leistungsträger verloren"

Fotos: Frauenschwarm, Abwehrchef, Weltmeister
Fotos: Frauenschwarm, Abwehrchef, Weltmeister FOTO: dpa, jhe
Borussia Dortmund wird auch in der kommenden Saison eine "sehr starke Mannschaft" haben, unabhängig davon, ob Weltmeister Mats Hummels den Verein möglicherweise im Sommer verlässt.

Das versicherte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke im Gespräch mit der Bild-Zeitung. "Wir haben beim BVB doch die Situation, dass wir jedes Jahr einen großen Leistungsträger verloren haben", sagte der 55-Jährige: "Und wir haben immer noch nicht aufgehört, Fußball zu spielen."

Die Entscheidung darüber, wo Hummels in der nächsten Saison spielt, "die geht natürlich nur über den BVB", betonte Watzke: "Mats Hummels kennt die vertragliche Situation." Beim Thema Ilkay Gündogan rechnet der BVB-Chef dagegen "zeitnah mit einer Entscheidung, die ist aber noch nicht gefallen". Der lange verletzte Mittelfeldspieler hat seinen bis Sommer 2016 laufenden Vertrag mit der Borussia bislang nicht verlängert.

Bilder: Denkwürdige Duelle zwischen Bayern und Dortmund FOTO: Screenshot Youtube

Sicher ist laut Watzke aber bereits, dass Trainer Jürgen Klopp weiterhin auf der BVB-Bank sitzen wird. "Für mich ist Stand jetzt völlig klar, dass Klopp auch in der nächsten Saison unser Trainer ist", sagte er. Es sei in der "Gesamt-Abwägung einfach so, dass es die absolut richtige Entscheidung ist, mit Jürgen Klopp auch ins achte BVB-Jahr zu gehen".

Dass dem Verein möglicherweise eine Saison ohne europäischen Wettbewerb droht, sieht Watzke sehr entspannt. "Dann würden wir natürlich abspecken, denn unser Kader wäre für ein Jahr ohne internationale Teilnahme zu groß", sagte er: "Aber unser Team-Budget wäre dann immer noch viel höher als in den Meister-Jahren. Niemand muss sich Sorgen oder Hoffnungen machen."

Zudem sieht Watzke nach wie vor die Chance, auch in der nächsten Spielzeit in Europa dabeizusein: "Noch schauen wir vor allem nach unten, können aber auch ganz leicht Richtung Europa schielen, noch sind wir zudem im Pokal." Selbst eine Teilnahme an der Europa League würde "uns sicherlich Einnahmen von 30 Millionen Euro bringen. Ohne, dass wir ins Viertel- oder Halbfinale kommen müssten".

Der BVB habe "immer noch mit ganz, ganz großem Abstand die zweitmeisten Fans in Deutschland. Wir haben immer noch die meisten Zuschauer. Wir sind bei jedem Auswärtsspiel überbucht. Und selbst, als wir Liga-Letzter waren, hatten wir die skurrile Situation, dass unsere Spieler weiter von den besten Klubs Europas gejagt wurden. Wir sind nicht zerstört. Wir fühlen uns sehr lebendig."

BVB - Bayern: Die letzten Duelle FOTO: afp, CHRISTOF STACHE

Dass die letzten Wochen trotz aller Zuversicht Spuren hinterlassen haben, stritt Watzke allerdings nicht ab. Ein Tag auf einer einsamen Insel, für den er sich aus der Führungsriege des Erzrivalen Bayern München Karl-Heinz Rummenigge, Karl Hopfner oder Matthias Sammer als Begleitung aussuchen dürfte, reizt Watzke nur bedingt: "Nach dieser Saison würde ich dort ehrlich gesagt lieber alleine sein."

(sid)
 
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