1. Bundesliga 16/17
| 12.58 Uhr

Nachfolger von Weltmeister Hummels
BVB-Sportdirektor Zorc nennt keine Namen

Social Media: Mats Hummels wechselt zum FC Bayern München: Twitter-Reaktionen
Social Media: Mats Hummels wechselt zum FC Bayern München: Twitter-Reaktionen
Dortmund. Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc will sich nicht an den Spekulationen über mögliche Nachfolger von Weltmeister Mats Hummels beteiligen.

"Es werden viele Namen gehandelt, aber ich werde jetzt keine Namen durchgehen", sagte der 53-Jährige am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. "Wir haben unsere Vorstellungen, die wir umsetzen wollen. Das werden wir versuchen und angehen", fügte Zorc hinzu.

Schon vor dem seit Dienstag perfekten Transfer von Innenverteidiger Hummels zum deutschen Rekordmeister Bayern München war in Medien immer wieder Ömer Toprak vom Dortmunder Bundesligakonkurrenten Bayer Leverkusen als möglicher BVB-Zugang gehandelt worden. Der Abwehrspieler hat bei der Werkself noch einen Vertrag bis 2018.

Offizielle Verabschiedung noch offen

Eine offizielle Verabschiedung von Kapitän Hummels vor seinem letzten Heimspiel für Borussia Dortmund am Samstag gegen den 1. FC Köln (15.30 Uhr/Live-Ticker) ist dagegen noch offen.

"Das werden wir mit Mats besprechen", sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke den "Ruhr Nachrichten": "Normalerweise ist das üblich, aber die Saison endet ja nicht am Samstag. Wir wollen da nicht den Eindruck erwecken, nach dem Spiel wäre alles vorbei."

Am 21. Mai trifft Dortmund im DFB-Pokalfinale noch auf Hummels' neuen Klub Bayern München. Für Samstag hegt Watzke die "Hoffnung und den Wunsch", dass Hummels nicht wie zuletzt beim 5:1 gegen den VfL Wolfsburg ausgepfiffen und beleidigt wird. "Es gab ja schon in Frankfurt keinerlei Pfiffe mehr, und es würde mich freuen, wenn der BVB als ganzer Verein am Samstag Größe zeigen würde", äußerte er: "Es gibt keinen Grund für Verbitterung, wir respektieren seine Entscheidung, auch wenn es sehr schade ist."

Man akzeptiere, "dass private Dinge den Ausschlag gegeben haben", erläuterte Watzke weiter. Es seien aber "positive achteinhalb Jahre für beide Seiten" gewesen: "Mats hat sehr viel gewonnen in Dortmund. Und für uns ist die Bilanz ja auch sehr ordentlich. Wir haben ihn damals recht günstig geholt und bekommen jetzt eine große Summe."

Wie groß mit den nun mindestens 35 Millionen Euro Ablöse die Investitionen sein werden, verriet Watzke nicht. "Ich halte nichts davon, so etwas anzukündigen", sagte der 59-Jährige: "Grundsätzlich haben wir dabei keine Denk-Limits. Wir haben aber in der Vergangenheit bewiesen, dass nicht immer die teuerste Lösung die beste ist. Mats selbst ist dafür ja ein gutes Beispiel." Das Ziel sei es weiterhin, dass die Mannschaft in der kommenden Saison "mindestens so gut" sei wie die diesjährige.

BVB öffnet Tür für Gündogan

Nach seiner schwerwiegenden Verletzung öffnete der BVB Nationalspieler Ilkay Gündogan wieder die Tür für eine langfristige Vertragsverlängerung. "Er weiß, dass wir zu ihm stehen", sagte Watzke und kündigte an: "Es gibt zwei Modelle, die mit Ilkay schon lange besprochen sind. Entweder er wechselt. Oder er bleibt und verlängert. Dann aber langfristig."

Eine erneute Verlängerung nur um eine Saison wie im Vorjahr, als Gündogan seinen Abschied bereits verkündet hatte, dann aber doch blieb, schloss Watzke damit aus. Gündogan war sich vor Wochen mit Manchester City – dem künftigen Klub des derzeitigen Bayern-Trainers Pep Guardiola – über einen Wechsel praktisch einig geworden, beide Vereine hatten sich aber noch nicht über die Ablösesumme geeinigt. In der vergangenen Woche hatte sich der 25 Jahre alte Mittelfeldspieler die Kniescheibe ausgerenkt, er verpasst damit den Rest der Saison und auch die EM in Frankreich (10. Juni bis 10. Juli).

(seeg/sid/dpa)
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