1. Bundesliga 16/17
| 10.40 Uhr

Schiedsrichter-Schelte beim BVB
Zorc schimpft: "Wir wurden zuletzt massiv benachteiligt"

Borussia Dortmund: Michael Zorc fühlt sich von den Schiedsrichtern benachteiligt
Michael Zorc (l.) fühlt sich benachteiligt. FOTO: afp, agz
München. Vor dem Bundesliga-Spitzenspiel am Sonntag (17.30 Uhr/Live-Ticker) bei Meister und Tabellenführer Bayern München hat Sportdirektor Michael Zorc von Borussia Dortmund die Kritik seines Trainers Thomas Tuchel an den Leistungen der Unparteiischen in Spielen mit BVB-Beteiligung erneuert.

"Wir wurden in den vergangenen Wochen durch Schiedsrichterentscheidungen massiv benachteiligt", sagte der 53-Jährige dem kicker.

Zorc räumte zwar ein, dass unter anderem die Punktverluste am vergangenen Wochenende gegen Aufsteiger Darmstadt 98 (2:2) auch "durch schlechtes Abwehrverhalten" zustande gekommen seien und der BVB seinerseits von umstrittenen Entscheidungen profitiert habe, doch "in der Summe der Entscheidungen ist es trotzdem eindeutig".

Trotz der Rückschläge gegen Darmstadt sowie zuvor gegen 1899 Hoffenheim (1:1) sieht Zorc die Borussia "uneingeschränkt auf einem gutem Weg". Nach dem siebten Spieltag ist Dortmund Tabellenzweiter (17 Punkte) hinter den Bayern (21).

Zorc sieht vor dem Duell mit dem Rekordmeister "keine Veranlassung, unsere Zielsetzung - die Qualifikation zur Champions League - auch nur einen Millimeter zu revidieren. Wir versuchen, das Beste aus diesem Spiel herauszuholen", sagte er und versicherte: "Um die Vorherrschaft in der Liga geht es nicht." Der BVB müsse am Sonntag in München "eine Topleistung abrufen. Nur dann haben wir eine Chance."

"Wir sahen und sehen uns nicht als Bayern-Jäger!", stellte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke im Interview mit der "Bild" klar. Von den letzten sieben Pflichtspielen in der Münchner Allianz-Arena hat der BVB immerhin vier gewonnen und einmal Remis gespielt. "Wir haben natürlich die Chance, die Bayern punktuell zu schlagen", sagte Watzke mit Blick auf diese imponierende Auswärtsbilanz. "Aber auf eine Strecke von 34 Spieltagen kann zurzeit keiner in Deutschland - und wahrscheinlich auch keiner in Europa - dieser unfassbaren Qualität Paroli bieten", meinte der BVB-Chef und betonte: Hoffnungen auf einen Zweikampf zwischen den Bayern und dem BVB "können wir in der Bundesliga alle nicht bedienen".

(sid/dpa)
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