1. Bundesliga 17/18
| 15.53 Uhr

Dortmund muss in Leverkusen gewinnen
Angezählter BVB-Trainer Bosz stellt fest: "Es fehlt etwas"

Trainer Bosz bleibt im Amt - vorerst
Trainer Bosz bleibt im Amt - vorerst FOTO: dpa, bt jhe
Dortmund. Peter Bosz muss mit Borussia Dortmund die Trendwende gelingen. Über seinen möglichen Nachfolger wird aber schon vor dem Spiel bei Bayer Leverkusen eifrig spekuliert.

Peter Bosz wollte nichts dem Zufall überlassen. Der in der Kritik stehende Trainer des kriselnden Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund rückte die Hütchen am Donnerstag beim Training mit großer Akribie persönlich an die richtigen Stellen. Im Anschluss verfolgte er wild gestikulierend die Übungen der BVB-Profis.

Der 54-Jährige steht nach dem denkwürdigen Derby-Debakel gegen Schalke 04 (4:4 nach 4:0) gewaltig unter Druck, am Samstag (15.30 Uhr/Live-Ticker) muss bei Bayer Leverkusen nach sechs Ligaspielen ohne Sieg die Trendwende her. "Wir müssen jetzt Erfolg haben und ein Spiel gewinnen", sagte Bosz.

"Das Derby war ein Schock für uns alle"

Jeder Stein müsse umgedreht werden und eine sorgfältige Fehleranalyse erfolgen, hatte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke angesichts des bedenklichen Abwärtstrends gefordert. Bosz befolgte die Anweisungen seines Vorgesetzten. "Das Derby war ein Schock für uns alle. Wir haben das gründlich analysiert. Nicht nur das Schalke-Spiel, sondern die gesamte Phase, in der wir ohne Sieg sind", sagte der Niederländer und stellte bei der Analyse fest: "Es fehlt etwas. Es ist nicht nur eine Sache. Es kommen viele Sachen zusammen."

Daran arbeitete Bosz mit seinem Team in einer "sehr guten Trainingswoche". Doch jetzt müssen Ergebnisse her. Bosz könnte dafür in Leverkusen wieder auf eine Dreierkette setzen, die in der furiosen ersten Halbzeit gegen Schalke glänzend funktionierte. Doch dann fiel das fragile BVB-Gebilde in sich zusammen. Fehlende Führungsspieler, mangelnde Fitness, kein Selbstvertrauen - so lauteten die Vorwürfe an den einst so souveränen Spitzenreiter.

Bosz muss daher unangenehme Fragen nach seiner Zukunft bei den auf Platz fünf abgestürzten Westfalen beantworten. Er reagiert darauf (noch) gelassen. "Das gehört dazu. Ich bin es nicht anders gewohnt. Ich mache mir keine Gedanken, das bringt mir nichts", sagte Bosz, der in Leverkusen auf den gesperrten Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang und den verletzten WM-Helden Mario Götze verzichten muss. Wer Aubameyang, der wegen von Hüftproblemen eine Trainingspause bis Sonntag einlegt, ersetzen wird, ließ Bosz offen: "Da gibt es Alternativen. Wir haben mehrere Möglichkeiten."

Über die Nachfolge von Peter Bosz wird bereits eifrig spekuliert

Torhüter Roman Bürki konnte am Donnerstag nach seiner im Champions-League-Spiel gegen Tottenham Hotspur (1:2) erlittenen Gesichtsverletzung erstmals wieder trainieren. Der Schweizer dürfte damit in Leverkusen zur Verfügung stehen. Bosz zeigt sich derweil begeistert vom nächsten Gegner: "Leverkusen ist fußballerisch eine der besten Mannschaften der Bundesliga. Es macht Spaß, Bayer spielen zu sehen."

Am Samstag soll ihm aber auch seine Mannschaft wieder Spaß bereiten. Ansonsten könnten seine Tage in Dortmund gezählt sein. In verschiedenen Medien wurden in Armin Veh, Julian Nagelsmann und Hannes Wolf bereits mögliche Nachfolger genannt. Zumindest Nagelsmann winkte ab. "Ich habe keinen Kontakt zu anderen Vereinen", sagte der Hoffenheim-Coach.

(sid)
 
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