1. Bundesliga 16/17
| 10.26 Uhr

Europa-League-Qualifikation
BVB serviert Tuchel zum Heim-Einstand fünf Tore

Fotos: Dortmund besiegt Wolfsberg mit 5:0
Fotos: Dortmund besiegt Wolfsberg mit 5:0 FOTO: afp, PST/DG
Borussia Dortmund hat die ersten Hürde auf dem Weg in die Europa League souverän genommen und dem neuen Trainer Thomas Tuchel eine perfekte Heimpremiere beschert. Mit dem 5:0 (0:0) über den österreichischen Provinzklub Wolfsberger AC im Rückspiel der dritten Qualifikationsrunde stehen die Westfalen in den Play-offs um den Einzug in die Gruppenphase. Der Gegner für die Begegnungen am 20. und 27. August wird dem topgesetzten BVB am Freitagmittag zugelost. Von Robert Peters

Wahrscheinlich kommen mindestens 10.000 Zuschauer, wenn die Stadtwerke Dortmund versprechen, das Flutlicht im ehemaligen Westfalenstadion anzuschalten. Seit Donnerstag kann man das wieder ein bisschen mehr glauben.

Denn zum Rückspiel in der Europa-League-Qualifikation gegen das österreichische No-Name-Team Wolfsberger AC waren alle 63.000 Karten verkauft. Ein paar Plätze blieben leer, weil einige Fans vielleicht doch noch etwas Besseres zu tun hatten und ihr Dauerkartenrecht auf einen Platz nicht wahrnahmen. Die im Stadion erlebten nach zähem Beginn dann doch noh ein kleines Fußballfest beim ersten Pflicht-Heimspiel für den neuen Trainer Thomas Tuchel. Nach dem 1:0 im Hinspiel war die Play-off-Runde schon fast erreicht. im Rückspiel gelang dann ein 5:0.

"In der ersten Halbzeit haben wir kein gutes Spiel gezeigt, wir haben nicht das umgesetzt, was wir besprochen haben", sagte Nationalspieler Reus in der ARD: "Aber in der zweiten Halbzeit war es besser, weil wir umgestellt und uns mehr bewegt haben. Am Ende war es dann einfach."

Bei tropischen Temperaturen kam der BVB nur behäbig ins Spiel. Möglich, dass einige Akteure die Geschichte mit dem Ballbesitzfußball missverstanden hatten. Sie trabten jedenfalls viel zu lange mit dem Ball am Fuß durchs Mittelfeld und fanden zunächst nur sehr selten den Weg in die Tiefe oder zu ein paar Tempovarianten. Torchancen gab es dennoch von Anfang an in großer Zahl. Die ersten wurden erstaunlich schlampig vergeben. Und als sich der BVB entschloss, die Angelegenheit ein wenig entschiedener anzugehen, hatte Schiedsrichter Marius Avram (Rumänien) etwas einzuwenden. Ein Foul von Torwart Alexander Kofler an Marco Reus im Wolfsberger Strafraum bewertete er als Zweikampf. Einem Treffer von Shinji Kagawa versagte er die Anerkennung, weil nach seiner Ansicht Pierre-Emerick Aubameyang die Abwehrspieler unzulässig weggeblockt hatte.

Diese Entscheidungen brachten endlich Leben in die Bude. Der geneigte Dortmunder Anhang gab ein sehr lautes Pfeifkonzert, und die Mannschaft legte einen höheren Gang ein. Das führte sofort zum Erfolg. Henrich Mchitarjan spielte Reus frei, der kurz nach dem Wechsel mühelos das 1:0 erzielte. Damit war die Sache endgültig erledigt.

Die Wolfsberger waren der Tempoverschärfung nicht gewachsen. Und in ihrer Abwehr taten sich immer mehr Löcher auf, in die Dortmunds klar überlegenen Angreifer stoßen konnten. Ihre Kollegen in der Abwehr wurden von den biederen Österreichern ohnehin nicht gefordert. Und so verbrachte der BVB weite Strecken der zweiten Hälfte damit, ein paar offensive Varianten zu probieren. Sehenswert der Steilpass von Ilkay Gündogan, den Aubameyang zum 2:0 verwertete. Mchitarjan erhöhte mit drei Treffern binnen 13 Minuten auf 5:0.

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